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11. Mai 2012

Muntermacher: Kaffee ist gesünder als sein Ruf

Viele Untersuchungen belegen eine gesunde Wirkung von Kaffee. Foto: dpa

Er ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Ohne eine Tasse heißen Kaffee am Morgen geht bei den meisten gar nichts. Werden es zwei oder drei, meldet sich das schlechte Gewissen. Zu Unrecht. Viele Studien zeigen, Kaffee ist gesund.

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"C-a-f-f-e-e, trink nicht so viel Kaffee! Nichts für Kinder ist der Türkentrank, schwächt die Nerven, macht dich blass und krank“, sangen Kinder bereits vor rund 200 Jahren im Kanon. Damals hatte das Heißgetränk also bereits einen ziemlich schlechten Ruf. Und der hat sich bis heute gehalten.

Dass Kaffee ungesund ist, lässt sich jedoch nach neueren Erkenntnissen nicht mehr so pauschal behaupten. Im Gegenteil: Studien machen passionierten Kaffeetrinkern Hoffnung, dass ihre Leidenschaft möglicherweise sogar gesund ist und sie die Warnung, bloß nicht zu viele Tassen pro Tag zu trinken, getrost ignorieren können.

So weißt eine Studie vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung an 42.600 Erwachsenen darauf hin, dass Kaffeetrinken nicht das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen erhöht. Wissenschaftler aus den Niederlanden haben im Fachblatt "Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology" ihre Langzeitstudie mit ähnlich positiven Ergebnissen präsentiert.

Kaffeetrinker achten weniger auf Gesundheit

Danach haben Tee- und Kaffeetrinker ein geringeres Risiko von Herzerkrankungen. Zwei bis vier Tassen Kaffee am Tag mindern es um 20 Prozent, berichten die Forscher des University Medical Center Utrecht. Tee ist allerdings noch besser. Drei bis sechs Tassen können die Gefahr, an einem Herzleiden zu sterben, sogar um 45 Prozent senken.

Laut dieser Studie gibt es auch keine schädliche Obergrenze für den Konsum von Tee. Bei Kaffee sehen die Forscher um Yvonne van der Schouw das im Prinzip ähnlich. Zwar waren Studienteilnehmer, die mehr als vier Tassen Kaffee getrunken haben, eher krank. Das hänge jedoch nicht mit den Inhaltsstoffen des Kaffees zusammen, sondern damit, dass Kaffeetrinker weniger auf ihre Gesundheit achten. Sie rauchen zum Beispiel häufiger und ernähren sich weniger ausgewogen.

Zudem haben gleich mehrere Studien, unter anderem die des Instituts für Ernährungsforschung ergeben, dass der Genuss von Kaffee das Risiko senken kann, an Diabetes 2 zu erkranken. Personen, die täglich mehr als vier Tassen Kaffee konsumierten, hatten im Vergleich zu Personen, die durchschnittlich weniger als eine Tasse tranken, ein um 23 Prozent verringertes Risiko.

Kaffee und Tee enthaltenen Oxidations-Hemmer

Welche Stoffe im Kaffee machen diesen also gesund? Positiv wirken die in Kaffee und Tee enthaltenen Oxidations-Hemmer. Die sogenannten Antioxidantien fangen freie Radikale ab, die als Ursache für den Alterungsprozess im Körper gelten. Daneben stecken im Kaffee Kohlenhydrate, die jedoch beim Rösten verändert und abgebaut werden und großenteils im Kaffeesatz zurückbleiben. Auch die Fette, etwa zehn Prozent stecken in den Bohnen, gelangen kaum in den Kaffee.

Daneben sind zahlreiche Mineralstoffe enthalten, unter anderem Kalium, Kalzium und Magnesium. Nicht zu vergessen das Koffein. Bis zu zwei Prozent verbleibt in geröstetem Kaffee. Es ist für die anregende Wirkung verantwortlich. Auch dass Kaffee ein Harntreiber ist, der unserem Körper zusätzlich Wasser entzieht, sehen Mediziner mittlerweile anders. Kaffee reduziert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers nur sehr gering. Weshalb das Getränk auch in die tägliche Flüssigkeitsbilanz hineingerechnet werden darf. Nur als Durstlöscher ist er weiterhin nicht sonderlich geeignet.

Wissenswerte und ungewöhnliche Fakten über Kaffee lesen Sie in unserer Bilderstrecke. (ef)

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Quelle: Onmeda

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