Während der Partnersuche möglichst die Pille einnehmen sollten also Frauen, die sich eine langanhaltende Beziehung wünschen. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, trennen sich Frauen seltener von ihrem Freund, wenn sie bei Beginn der Beziehung mit der Pille verhütet haben. Sie sind auch insgesamt glücklicher mit ihrer Partnerschaft als Frauen, die zur Zeit der Partnersuche gar nicht oder anders verhütet hatten, schreiben die Forscher in dem Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the Royal Society B“. Allerdings hat das Phänomen auch einen Nachteil: Die „Pillen-Frauen“ sind weniger zufrieden mit ihrem Sexualleben und der Attraktivität ihres Partners.
1. Seit wann gibt es die Pille?
1960 wurde die Anti-Baby-Pille in den USA erfunden. Ein Jahr später kam sie nach Deutschland. Seitdem ist sie das mit Abstand beliebteste Verhütungsmittel.
Foto: dpaDie Frage, ob die Einnahme der Pille einen Einfluss darauf hat, welchen Partner eine Frau zum Vater ihrer Kinder wählt, wird in Fachkreisen schon länger diskutiert. Die zugrundeliegende Theorie ist folgende: Normalerweise suchen Frauen eher Männer, deren genetische Merkmale in bestimmten Bereichen von ihren eigenen abweichen, da dies die Gesundheit des künftigen Nachwuchses verbessert. Außerhalb der fruchtbaren Tage ziehen Frauen aber Männer vor, die besonders zuverlässig und treu sind - also gute Väter abgeben.
Die Pille löscht diese natürlichen, hormonell bedingten Schwankungen im Verlauf eines Zyklus. Das führt dazu, dass sich Frauen bei der Partnerwahl eher verhalten wie an ihren unfruchtbaren Tagen: Sie bevorzugen genetisch ähnlichere und zuverlässigere Männer.
Zehn wichtige Fragen und Antworten zur Antibaby-Pille lesen Sie in unserer Bilderstrecke.
(dpa)
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