Viagra kann bei Mäusen bei der Behandlung von schwarzem Hautkrebs helfen. Das zeigt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Universität Heidelberg. Von den krebskranken Nagern, die das Mittel ins Trinkwasser bekamen, lebten nach rund sieben Wochen noch mehr als doppelt so viele wie bei den unbehandelten. Die Ergebnisse sind in den in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlicht.
Die Erkrankung der Mäuse verlaufe klinisch sehr ähnlich wie beim Menschen, erklärte Viktor Umansky, Immunologe am DKFZ. Es sei daher möglich, dass der Viagra-Wirkstoff die Immunabwehr gegen den Krebs auch beim Menschen verbessern könne. Zur Klärung sind aber weitere Untersuchungen nötig.
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Schätzungen zufolge ist jede dritte Krebserkrankung in Industrieländern auf Tabakkonsum zurückzuführen. Statistisch gesehen verliert jeder Raucher acht Jahres seines Lebens, im Extremfall sogar 20 Jahre. Die gute Nachricht: Fünf Jahre nach dem Rauchstopp hat sich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, bereits halbiert.
Foto: dpaViele Tumore rufen chronische Entzündungen hervor, die Angriffe des Immunsystems gegen den Krebs unterdrücken. Bei Mäusen, die aufgrund einer genetischen Veränderung einen dem Melanom des Menschen
sehr ähnlichen Hautkrebs entwickeln, neutralisierte Viagra den Angaben zufolge die Entzündungen und hob die Hemmung der Immunabwehr auf. Die Wissenschaftler setzten Sildenafil ein, weil der Wirkstoff in Tierversuchen schon mehrfach die Immunabwehr gegen Tumoren verbessert hatte.
(dpa)
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