Ein tiefengereinigtes Gebiss ist ein angenehmes Gefühl. Zahnärzte versprechen, dass eine professionell ausgeführte Zahnreinigung auch über diesen Nebeneffekt hinaus Vorteile hat. „Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich anerkannt“, sagt Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer in Berlin. „Schon vor 30 Jahren wurde in Studien belegt, dass Patienten, die regelmäßige Zahnreinigungen bekommen, seltener unter Karies und Parodontitis leiden.“
Individuellen Reinigungsbedarf vorab klären
Gesündere Zähne und Zahnfleisch durch Vorbeugung – entsprechend oft werden professionelle Zahnreinigungen empfohlen. Doch sollte der Patient immer zustimmen? Wichtig sei, dass nicht einfach drauflos gewerkelt wird. „Der Putzprofi sollte vorher in den Mund des Patienten schauen und den individuellen Reinigungsbedarf feststellen“, sagt Bettina Sauer von der Stiftung Warentest in Berlin. Ohne ausreichende Diagnostik und Feststellung des Erkrankungsrisikos könne und dürfe der Zahnarzt keine Empfehlung machen, pflichtet ihr Oesterreich bei.
1. Qualifikation
„Prophylaxeassistentin“, „Fachassistentin“ oder „Dentalhygienikerin“ werden Praxisgehilfinnen genannt, die eine Fortbildung absolviert haben. Mindestens 400 Stunden in Theorie und Praxis umfasst die Fortbildung und sie kostet auch einiges. Um die Qualität der Behandlung zu sichern, sei das aber sehr wichtig. „Das notwendige Wissen kann nicht nebenher im Praxisalltag vermittelt werden, “ sagt Petra Müllerstedt vom Verband medizinischer Fachberufe. Der Patient sollte deshalb vor der Zahnreinigung nach der Kompetenz der Arzthelferin zu fragen.
Geht der Patient auf das Angebot ein, muss er zunächst darauf achten, wer die Zahnreinigung durchführt. Im Normalfall macht das nicht der Zahnarzt selbst, sondern eine seiner Angestellten. Die richtige Ausführung einer professionellen Zahnreinigung lernen Zahnarzthelferinnen aber nicht während ihrer normalen Ausbildung. „Es gibt spezielle Aufstiegsfortbildungen, die mit Prüfungen abgeschlossen werden müssen“, erklärt Petra Müllerstedt vom Verband medizinischer Fachberufe in Dortmund.
Worauf es bei einer professionellen Zahnreinigung ankommt, was sie kostet und wer sie durchführen darf, lesen Sie in der Bildergalerie.
(dpa)
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