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23. März 2012

Rauchfrei durch Abschreckung: US-Kampagne wirbt mit schockierenden Schicksalen

Mit abschreckenden Bildern sollen US-Amerikaner dazu bewegt werden, das Rauchen aufzugeben.  Foto: dapd

Dem jungen Mann mussten beide Beine amputiert werden. Der Frau fehlt durch ihre Krebserkrankung eine Lunge. Mit schockierenden Berichten von Ex-Rauchern will die US-Regierung ihre Bürger dazu bringen, die Finger vom Tabak zu lassen.

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Mit drastischen Bildern sollen US-Bürger vom Rauchen abgehalten werden: Seit ein paar Tagen läuft landesweit eine Anti-Tabak-Kampagne, die sich die Regierung 54 Millionen Dollar (etwa 40 Millionen Euro) kosten lässt. Denn trotz aller gesetzlichen Regelungen zum Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen oder geschlossenen Räumen geht die Zahl der Raucher in den USA seit Jahren nicht mehr zurück; etwa 450.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Tabakkonsums.

Weckruf an alle Raucher

In Werbespots werden schockierende Bilder gezeigt, welche gesundheitlichen Schäden das Rauchen verursachen kann: Ein junger Mann mit amputierten Beinen, eine krebskranke Frau, einen Mann mit Luftröhrenschnitt. Die Kampagne solle ein Weckruf sein an alle Raucher, die ungeachtet des Risikos am Tabakkonsum festhielten, sagte Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius.

Die Kampagne ist die umfangreichste, die das Zentrum für Gesundheitskontrolle und Prävention (CDC) je initiiert hat. Das CDC erwartet, dass rund 50.000 Menschen angesichts der Schockbilder das Rauchen aufgeben könnten. Dem Projekt zugrunde liegen wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach eine möglichst aggressive Anti-Raucher-Kampagne Menschen tatsächlich am ehesten vom Tabakkonsum abhält.

Dem Projekt zugrunde liegen wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach eine möglichst aggressive Anti-Raucher-Kampagne Menschen tatsächlich am ehesten vom Tabakkonsum abhält. Experten glauben, dass reine Appelle inzwischen an vielen abprallen.

Frühere Kampagnen waren erfolgreich

Der Medienwissenschaftler Glenn Leshner von der University of Missouri, der die Wirkung von Anti-Raucher-Kampagnen untersucht hat, sagte, die Bilder müssten so drastisch sein, dass sie einem Raucher bei jedem Kauf einer Zigarettenpackung in den Sinn kämen. Gleichzeitig dürften sie nicht so schockierend sein, dass die Leute sich abwendeten, und sie müssten die positive Botschaft enthalten, dass das Aufhören mit dem Rauchen möglich sei. Die jetzige Kampagne wird begleitet von einem Beratungsangebot.

Kampagnen gegen Tabakkonsum seien früher sehr erfolgreich gewesen, hieß es. Ende der 1960er Jahre sei als Folge einer solchen Aktion die Zahl der Raucher um zehn Prozent zurückgegangen, um die Jahrtausendwende habe man mit einer Kampagne viele jugendliche Raucher ansprechen können.

(dapd)

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Quelle: Onmeda

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