Aktuell: Trauer um Claudia Michels | Pegida | Flucht und Zuwanderung | Fußball-News | Eintracht Frankfurt

Gesundheit
Welche Gesundheitstipps helfen wirklich? Infos zu Krankheiten und Symptomen sowie zu den Themen gesunde Ernährung, Psychologie und Sexualität

09. Januar 2012

Schönheits-OPs: Wer zahlt für die Brust-Implantate?

Der Skandal um die Billig-Implantate: Brustvergrößerungen gehören zu den beliebtesten Schönheits-OPs. Foto: dpa

Weltweit sollen bis zu 500.000 Frauen mit minderwertigen Silikonkissen der Firma Poly Implant Prothèse (PIP) aus Frankreich operiert worden sein. Wie viele in Deutschland, ist unklar. Doch die Brustvergrößerung zählt zu den gefragtesten Eingriffen.

Drucken per Mail

Wie viele Frauen in Deutschland ihre Brüste mit den minderwertigen Silikon-Implantaten haben operieren lassen, darüber gibt es keine Zahlen. Die betroffenen Frauen sollten sich die Implantate jedoch herausoperieren lassen, rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Auch zahlreiche Fachärzte raten dazu, die Implantate „ohne Eile“ entfernen zulassen. Denn selbst wenn diese keine Risse hätten, könnte gesundheitsgefährdendes Silikon austreten. Experten sprechen dabei von „Ausschwitzen“. „Wir wissen jetzt, dass das Ausmaß des Ausschwitzens größer ist als bei anderen Implantaten“, erläuterte BfArM-Sprecher Maik Pommer. Dies hätten Meldungen von Ärzten seit Anfang Januar gezeigt. „Das Silikon tritt aus, obwohl die Hülle intakt ist."

Krebsrisiko ist nicht bewiesen

Auch Frankreich und Tschechien hatten aufgerufen, die Implantate entfernen zu lassen. Ein Zusammenhang zwischen den Silikonkissen und Krebs wird befürchtet, bewiesen ist er aber nicht. Bundesweit wurden bislang 19 Fälle von gerissenen Implantaten bekannt, aber im Gegensatz zu Frankreich keine Krebserkrankungen. „Wie dringend eine Entnahme im Einzelfall ist, hängt wesentlich davon ab, wie lange die Patientin das Implantat bereits trägt“, sagte der Präsident des BfArM, Walter Schwerdtfeger. Dies sollte vor jeder Operation mit dem Arzt besprochen werden.

Nach der Empfehlung des Bundesinstitutes ist nun eine Debatte über die Kostenübernahme entbrannt. Das Bundesgesundheitsministerium sieht grundsätzlich die Kassen in der Pflicht. Diese wollen nach rein ästhetischen Operationen eine volle Kostenübernahme aber nicht garantieren. Sollte das medizinisch notwendig sein, übernehmen die Kassen zwar die Entfernung der Silikonkissen auch bei rein aus ästhetischen Gründen vorgenommenen Brustvergrößerungen. Doch eine neue Einlage wird in diesem Fall von den Krankenkassen nicht übernommen.

Busen-OP bei den Frauen auf Platz fünf

Brustvergrößerungen gehören auch in Deutschland zu den am häufigsten nachgefragten Schönheitsoperationen. Laut einer Statistik der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie in Deutschland e.V. liegt die Busen-OP bei den Frauen auf Platz fünf. Etwa 8000 Brustvergrößerungen haben die in der Gesellschaft organisierten Ärzte im Jahr 2010 durchgeführt. „Der Trend ist leicht rückläufig“, sagt Dr. med. Matthias Gensior, Generalsekretär des GÄDC. Und mit dem PIP-Skandal werde es erstmal vermutlich noch weniger Brust-OPs geben.

Für welche Schönheitseingriffe sich Frauen und Männer in Deutschland am häufigsten unter das Messer legen, lesen Sie in der Bilderstrecke oben.

(ef/dpa)

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Nachrichten zu Ernährung, Psychologie und Sexualität


Gesundheit von A-Z

Quelle: Onmeda

Selbsttest
BMI-Rechner

Errechnen Sie Ihren Body-Mass-Index!

Ihr Gewicht (in kg)
Ihre Körpergröße (in cm)
Alter (in Jahren)

Anzeigenmarkt
Videonachrichten Gesundheit
Spezial
www.museocereanatomiche.it

Neue Forschungsergebnisse in der Medizin, der Blick in das Innere des Menschen - mehr zu lesen im FR-Spezial Medizin.

Gesundheitsmarkt

Finden Sie in unserem Branchenregister Apotheken, Pflegedienste, Ärzte und mehr.