Sportler können ihre Leistungsfähigkeit und Gefäßfunktion mit der regelmäßigen Aufnahme von Kakao-Pflanzenstoffen steigern. Das hat eine Studie der Universitätskliniken Düsseldorf und Maastricht sowie der Deutschen Sporthochschule Köln gezeigt, die auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim vorgestellt wurde.
Hierfür tranken zwölf Leistungssportler sieben Tage lang zweimal täglich einen Kakaodrink mit je 20 Milligramm des förderlichen Pflanzeninhaltsstoffes Flavonol. Dieser sorge vor allem dafür, dass sich in den Gefäßen weniger Ablagerungen ansammelten und damit mehr Blut durchfließen könne. Flavonol kommt auch in Rotwein in hohem Ausmaß vor.
Schokoladenesser dünner als gedacht
Für Schokoladenesser ist es bereits die zweite gute Nachrichten innerhalb weniger Wochen. So sind regelmäßige Schokoladenesser nach einer amerikanischen Studie etwas schlanker als jene, die selten zur Tafel greifen.
1. Schokolade senkt das Herzinfarkt-Risiko
Wer viele Kakaoprodukte nascht, hat laut einer britischen Studie ein etwa 37 Prozent niedrigeres Risiko, einen Herzinfarkt oder eine andere Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen. Auch das Schlaganfall-Risiko liegt bei Schokoladen-Liebhabern etwa 29 Prozent niedriger als bei Leuten, die kaum Schoki naschen. Ein Grund ist der im Kakao enthaltene Stoff Flavonol, der zellschädigende Stoffe bindet.
Foto: dpaDas Ergebnis der Forscher: „Erwachsene, die regelmäßig Schokolade essen, haben einen geringeren Body-Mass-Index (BMI) als die, die weniger oft zur Schokolade greifen.“ Der Effekt sei gering, aber doch zu sehen – und zu groß, als das dies Zufall sein könne. Der Stoffwechsel könnte dem Team zufolge eine Erklärung für das überraschende Ergebnis sein.
Für die im Fachblatt „Archives of Internal Medicine“ veröffentlichte Studie hatten Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Diego mehr als 1000 Frauen und Männer untersucht. Keiner von ihnen hatte Diabetes, Herzerkrankungen oder andere größere gesundheitliche Probleme angegeben.
Kein Freifahrtschein für Naschkatzen
„Zusammengefasst kann man sagen, dass regelmäßiger Schokoladenkonsum mit einem geringeren BMI verbunden ist“, heißt es in der Studie. Möglicherweise liege das daran, dass Schokolade den Stoffwechsel anrege. Die Forscher konnten keine Unterschiede im sonstigen Verhalten der Teilnehmer feststellen, die den Gewichtsunterschied erklären.
Kantine (1/4): Viel Salat essen
Essen Sie jeden Mittag einen kleinen Beilagensalat und wählen Sie für den Salat ein fettarmes Dressing. Der Salat hat wenige Kalorien, insgesamt fühlen Sie sich durch ihn jedoch besser gesättigt. Einmal die Woche sollte die Mittagsmahlzeit aus einem großen Salatteller bestehen.
Foto: dpaDie Studie ist allerdings kein Freifahrtschein für Naschkatzen: Die schlankeren Teilnehmer aßen demnach zwar regelmäßig, aber in Maßen Schokolade. Außerdem gaben die Probanden selbst die Auskünfte zu ihrem Essverhalten - fraglich ist, ob alle Angaben korrekt waren. Die Kalifornier hatten 1018 Probanden untersucht, zwei Drittel von ihnen waren Männer. Das durchschnittliche Alter lag bei 57 Jahren. Im Durchschnitt aßen die Teilnehmer nach eigenen Angaben zweimal in der Woche Schokolade - sie trieben aber auch 3,6 Mal Sport.
Und dass die regelmäßigen Schokoladenesser dünner waren als die Nicht-Nascher heißt nicht, dass sie wirklich schlank waren. Der BMI, den die Wissenschaftler um Beatrice Golomb für die Teilnehmer berechneten, lag im Durchschnitt bei 28. Mit einem BMI zwischen 25 und 30 gilt man jedoch als übergewichtig.
Unsere Bildergalerie (oben) zeigt die zehn wichtigsten Fakten zu Schokolade. (dpa)
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