Abo | ePaper | App | Newsletter | Facebook | Anzeigen | Trauer

Gesundheitslexikon

14. September 2011

Gesundheitslexikon: Angststörung

Angststörungen können das Leben enorm beeinträchtigen. Foto: dpa

Ob Spinnenphobie oder Angst vor Menschenmengen: Je nach Form und Ausprägung kann eine Angststörung das Leben erheblich beeinträchtigen – manchmal sogar so sehr, dass man nicht mehr arbeiten oder das Haus verlassen kann.

Drucken per Mail

Mithilfe einer geeigneten Therapie ist eine Angststörung jedoch in vielen Fällen gut behandelbar.

Jeder Mensch kennt das Gefühl der Angst. Diese Emotion ist eine völlig natürliche Reaktion auf eine mögliche Gefahr. Angst ist sinnvoll, da sie uns unter Umständen vor Gefahren bewahrt, indem wir etwa eine Situation vermeiden oder die Flucht ergreifen. Die schützende Alarmfunktion der Angst war schon immer (überlebens)wichtig: Hätten unsere Vorfahren beim Anblick eines wilden Tieres aus Angst nicht die Flucht ergriffen, hätte sie das vermutlich das Leben gekostet. Und auch heutzutage hält uns Angst häufig davon ab, ein zu hohes Risiko einzugehen.

Wenn man jedoch auf eine Situation oder ein Objekt mit unangemessen starker Angst reagiert, kann sich eine Angststörung entwickeln. Unter Angststörungen versteht man eine Gruppe von Erkrankungen, die durch seelische und körperliche Beschwerden gekennzeichnet sind, die auch bei einer normalen Angstreaktion auftreten. Im Unterschied zur "normalen Angst" gibt es jedoch keinen objektiven Grund für diese Reaktion. So ist zum Beispiel die Angst vor Spinnen hierzulande objektiv gesehen unbegründet, denn eine Spinne stellt keine Gefahr da. Menschen mit einer Spinnenphobie reagieren jedoch mit körperlichen Symptomen, bestimmten Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen auf den Anblick einer Spinne, die eigentlich nicht angemessen sind.

Eine Angststörung hat viele Gesichter:

* Panikstörung: Bei einer Panikstörung leiden die Betroffenen unter Panikattacken, die ohne äußeren Anlass auftreten.
* Phobien: Phobien sind Ängste, die durch bestimmte, jedoch ungefährliche Auslöser hervorgerufen werden. Beispiele für Phobien sind die Agoraphobie ("Platzangst"), Klaustrophobie (Angst in bzw. vor geschlossenen Räumen), soziale Phobien und Flugangst.
* generalisierte Angststörung: Bei einer generalisierten Angststörung handelt es sich um eine lang anhaltende, unbestimmte Angst, die nicht nur auf bestimmte Situationen oder Objekte begrenzt ist. Wird eine Angststörung nicht behandelt, kann dies dazu führen, dass sich die Angst immer weiter verstärkt.

Lesen Sie mehr zu den Ursachen und Symptomen von Angststörungen.

Ein Text von

Jetzt kommentieren

Ressort

Nachrichten zu Ernährung, Psychologie und Sexualität


Gesundheit von A-Z

Quelle: Onmeda

Selbsttest
BMI-Rechner

Errechnen Sie Ihren Body-Mass-Index!

Ihr Gewicht (in kg)
Ihre Körpergröße (in cm)
Alter (in Jahren)
Themenseiten
Anzeigenmarkt
Videonachrichten Gesundheit
Spezial
www.museocereanatomiche.it

Neue Forschungsergebnisse in der Medizin, der Blick in das Innere des Menschen - mehr zu lesen im FR-Spezial Medizin.

Gesundheitsmarkt

Finden Sie in unserem Branchenregister Apotheken, Pflegedienste, Ärzte und mehr.