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Gesundheitslexikon

02. September 2011

Gesundheitslexikon: Wechseljahre (Klimakterium)

Im Verlauf der Wechseljahre stellen sich die Hormone der Frau um.  Foto: dpa

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben, die jede Frau ab einem gewissen Alter durchlebt.

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Die Wechseljahre (Klimakterium) sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben, die jede Frau ab einem gewissen Alter durchlebt.

Während der Wechseljahre tritt die Frau von der Phase der Geschlechtsreife ins sogenannte Senium (Alter) über. Bei den meisten Frauen erstreckt sich das Klimakterium auf die Zeit zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr. Im Laufe der Wechseljahre stellen sich die Hormone der Frau um: Der Körper bildet während der Wechseljahre stetig immer weniger Östrogene (weibliche Geschlechtshormone). Dadurch treten Monatsblutungen immer seltener auf, bis es schließlich zur letzten Regelblutung kommt – der sogenannten Menopause.

Auch wenn die Wechseljahre kein krankhafter Zustand, sondern ein natürliches Ereignis sind, führt der Östrogenmangel bei manchen Frauen zu Beschwerden. Etwa ein Drittel aller Frauen bleibt in den Wechseljahre frei von Beschwerden, während bei einem weiteren Drittel der über 50-Jährigen Frauen leichte Probleme auftreten. Das letzte Drittel ist im Laufe des Klimakteriums von sehr starken Beschwerden betroffen. Typische Anzeichen für die Wechseljahre der Frau sind beispielsweise Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schwindel. Sind die auftretenden Beschwerden sehr stark oder ist der individuelle Leidensdruck groß, kann eine Behandlung in den Wechseljahren erforderlich sein.

Um die Wechseljahresbeschwerden zu lindern, nutzt man in erster Linie Hormonpräparate mit Östrogenen und/oder Gestagenen. Diese sogenannte Hormontherapie ist bisher das wirksamste Mittel gegen die im Klimakterium auftretenden Beschwerden. In manchen Fällen kommt eine solche Therapie während der Wechseljahre jedoch nicht infrage: zum Beispiel bei Brustkrebs, Gebärmutterkrebs oder zu hohem Blutdruck. Durch die Hormonbehandlung kann es zu Nebenwirkungen kommen – deswegen sollten Frauen während einer Hormontherapie regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt wahrnehmen.

Auf Dauer führt der für die Wechseljahre typische Östrogenmangel bei der Frau zu Veränderungen im Körper. Vor allem die Gebärmutter, die Scheide, die Vulva und die Brustdrüsen bilden sich im Klimakterium zurück beziehungsweise beginnen zu schrumpfen. Außerdem verändern sich Haut und Schleimhäute: Die Haut wird zunehmend dünner und weniger elastisch. Dies kann Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) verursachen. Bei etwa jeder vierten Frau entwickelt sich ohne Behandlung im weiteren Verlauf der Wechseljahre eine Osteoporose (Knochenschwund). Mithilfe der Hormontherapie kann man diesen Folgen der Wechseljahre jedoch zumindest teilweise entgegenwirken.

Erfahren Sie mehr zu den Symptomen und dem Verlauf der Wechseljahre.

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Quelle: Onmeda

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