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14. Dezember 2012

Großkrotzenburg: Staudinger zwingt die Gemeinde in die Knie

 Von Christoph Süß

Der Eon-Konzern will von Großkrotzenburg zehn Millionen Euro zurück. Da die jetzt geforderten Rückzahlungen den gesamten Einnahmen der Gemeinde in einem Jahr entsprechen, soll die Grundsteuer erhöht werden.

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Für die Bürger kommt es zum Jahreswechsel knüppeldick. Nachdem viele um ihren Arbeitsplatz beim mit Abstand größten Arbeitgeber Eon im Kraftwerk Staudinger bangen, drohen Hausbesitzern nun höhere Steuern. Grund dafür ist eine riesige Rückzahlung der Gemeinde an den Stromkonzern.
Bürgermeister Friedhelm Engel (CDU) hat die Hiobsbotschaft vom Kraftwerk erst am vergangenen Freitag bekommen. Diese besagt, dass Großkrotzenburg nach der Abrechnung des Essener Unternehmens für die Jahre 2008 bis 2010 weitere zehn Millionen Euro zurückzahlen soll. Bereits zum Jahresbeginn musste eine Rückzahlung verkraftet werden.

Engel hat laut eigener Aussage umgehend die anderen Mitglieder des Gemeindevorstands und die Fraktionen der Gemeindevertretung informiert.

Diese hätten ihn beauftragt, sich bei Eon nach den Modalitäten für die Rückzahlung und bei Kreis und Land nach einer Lösung zu erkundigen. Heute Abend wollten die Gemeindevertreter nach ihren Beratungen eigentlich den Haushalt für 2013 beschließen. Dieser sah weiterhin ein Defizit von über zwei Millionen Euro vor, ohne nach Auffassung aller Parteien Spielraum für weitere, nennenswerte Einsparungen zu lassen.

Da die jetzt geforderten Rückzahlungen den gesamten Einnahmen der Gemeinde in einem Jahr entsprechen, soll laut Engel der Kassenkredit kurzfristig in gleicher Höhe angehoben werden. Um die dafür fälligen Zinsen zahlen zu können, dürfe die Gemeinde jedoch nach Absprache mit dem Kreis ihr geplantes Defizit nicht noch weiter vergrößern. Die Fraktionen haben sich laut Engel deshalb darauf verständigt, die Grundsteuer um 40 Punkte auf 320 zu erhöhen. Bereits für 2012 war diese angesichts erneut ausbleibender Staudinger-Zahlungen erhöht worden.

Auf der Sitzung heute Abend sollen die Gemeindevertreter die erneute Steuererhöhung kurzfristig beschließen. „Das ist ein schmerzlicher Schritt“, sagt Friedhelm Engel. Vor einem Jahr hatte er noch auf Zahlungen aus Essen gehofft, seine Einwohner nach der Entscheidung von Eon gegen den Bau von Block 6 vor einigen Wochen jedoch bereits auf schwere Zeiten eingeschworen. Auf einer Versammlung hatte er ihnen die Zahlen vorgestellt, die seit einer Woche Makulatur sind.

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