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Hanau und Main-Kinzig
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25. September 2014

Hanau: 1000 Talente gefördert

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Die Sportstiftung besteht seit 30 Jahren. Das Jubiläum wird am 12. Oktober in Wilhelmsbad gefeiert. Pro Jahr erhalten durchschnittlich 35 Sportbegabte ein Stipendium in Höhe von 1000 Euro.

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Die große Zeit der Sportpressebälle und Sportgalen in Hanau zur Förderung von Nachwuchstalenten in der Leichtathletik oder im Rollkunstlaufen ist seit mindestens zehn Jahren vorbei. Die Kontinuität in der Förderung von jungen Sportlern ist aber weiterhin mit der Sparkassen-Sportstiftung Main-Kinzig gesichert und das seit 30 Jahren. Das Jubiläum wird am 12. Oktober in Wilhelmsbad gefeiert.

Pro Jahr erhalten durchschnittlich 35 Sportbegabte ein Stipendium in Höhe von 1000 Euro. Nicht wenige Stipendiaten brachten es zu großen internationalen Titeln, darunter der 400-Meter-Läufer Edgar Itt und die Hanauer Ruderin Angela Schuster. Talentförderung im Amateurbereich könnten viele Vereine mit ihren engen finanziellen Rahmen kaum leisten, sagte gestern Stiftungs-Vorsitzender Jürgen May.

2,1 Millionen Euro Kapital

Trotz Niedrigzinsphase werden die Ausschüttungen der Stiftung nicht nachlassen, sagte Nils Galle vom Vorstand. Langfristige Anlagen aus guten Zinszeiten sicherten den Sockel, der aktuell mehr als 2,1 Millionen Euro beträgt – auch weil jetzt eine Zustiftung in Höhe von 500 000 Euro von der Sparkasse Hanau sowie von den Kreissparkassen Gelnhausen und Schlüchtern erfolgte.

Vorstandsmitglied Walter Mosler sagte: „Bis 2017 ist die Finanzierung mit der jetzigen Ausschüttungshöhe gesichert.“ Kuratoriumsmitglied Gerhard Kleespies meinte, dass danach auch bei weiterhin mickerigem Zinserlös der Geldfluss nicht ins stocken gerate. „Die Sparkassen werden die Stiftung pflegen wie ein Pflänzchen“, sagte Kleespies.

Pro Jahr werden 60 000 Euro ausgeschüttet. Neben Stipendien an Sportler, die sonst keine Beihilfe erhalten, wird der Behindertensport begünstigt, und das seit 1998. Zum neueren Förderspektrum zählen aber ebenso Kooperationsprojekte von Schul- und Vereinsport. Überdies werden mit dem August-Schärttner-Preis Trainer und Übungsleiter sowie mit dem Harald-Schmid-Preis Vereine für ihre vorbildliche Jugendarbeit belobigt.

Start mit Sportpresseball

Der Geburtsort der regionalen Sportförderung lag am Bartresen in der einstigen Hanauer Stadthalle. Henrik Lotz, heute Ehrenpräsident der Hanauer Rudergesellschaft, und der mittlerweile verstorbene Journalist Dieter Groos heckten die Idee zu einem Sportpresseball aus, berichtete May, der bereits dem Gründungsvorstand angehörte. Schon bald sei bei den Machern die Überlegung aufgekommen, das Geld direkt dem Sport zuließen lassen.

Den Grundstein zur Sportstiftung legten am 27. Dezember 1984 der Main-Kinzig-Kreis und der Hessische Journalistenverband Hanau mit der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde. Sie trägt die Unterschrift von Landrat Hans Rüger und Dieter Groos. Zum ersten Vorstandsvorsitzenden wurde Henrik Lotz gewählt. Seit 1998 heißt sie Sparkassen-Sportstiftung.

Die Stiftungsgründung kann als eine weise Vorausschau betrachtet werden. Glamouröse Sportpressebälle verloren mit dem Ende das 20. Jahrhundert deutlich an Publikum, sagte May. Auch die Sponsoren machten sich rar. So habe sich letztlich kein Autohaus gefunden, das bereit war, einen Neuwagen als Hauptpreis für die Tombola zu stiften. Mit der Stiftung konnte die Förderung aufrechterhalten und später sogar ausgeweitet werden. Laut May ist die Sparkassen Sportstiftung Main-Kinzig die größte im Rhein-Main-Gebiet – auch vor der Frankfurter.

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