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17. Januar 2013

Main-Kinzig: Mehr Platz für die Altenpflege

 Von Christoph Süß
Ortsnahe Pflege hat ihren Preis – der Kreis will ihn zahlen.  Foto: DPA

Das "Dependance"-Projekt der Kreisgesellschaft wird teurer und größer. Der Kreis will die vier Standorte nach und nach bauen und eröffnen, um sich finanziell und personell nicht zu übernehmen.

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Das Bau-Projekt der Main-Kinzig-Altenpflege für vier kleine Standorte in Neuberg, Hammersbach, Ronneburg und Limeshain wird deutlich teurer als von der Kreis-Gesellschaft bisher angenommen. Wie ihr Geschäftsführer Dieter Bien der FR sagte, steigen die Kosten um rund zehn Prozent. Hinzu kommen nochmals Kostensteigerungen, weil die Standorte größer werden als ursprünglich geplant.

Statt 120 soll es insgesamt 144 Pflegeplätze in den vier Mini-Heimen geben. Diese gelten als vorbildlich, um den Notstand auf dem Land zu beheben und werden deshalb vom hessischen Sozialministerium mit gut 3,5 Millionen Euro gefördert. Während dieser Zuschuss laut Bien trotz der Vergrößerung gleich bleibt, erhöht sich das Gesamtvolumen der Investitionen von rund 13,6 auf 16,4 Millionen Euro.

Die Hausgemeinschaften, von denen an allen Standorten je drei gebildet werden, darf die Pflege-Gesellschaft aufgrund einer Änderung der Förderrichtlinie um zwei auf insgesamt zwölf Personen erweitern; auch die Zimmer für die Bewohner werden größer. Bien, der stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands kommunaler Senioreneinrichtungen ist, geht davon aus, dass dadurch die Erträge steigen.

Der Kreis will die vier Standorte nach und nach bauen und eröffnen, um sich finanziell und personell nicht zu übernehmen. Den Anfang im Kreis macht Neuberg, wo in der Schulstraße bereits im alten Jahr erste Erdarbeiten stattfanden. Mit dem Rohbau soll im Februar begonnen werden, wenn es die Witterung zulässt; im Sommer 2014 könnte das erste Haus eröffnen. Anschließend sollen Ableger in Limeshain, Hammersbach und Ronneburg folgen.

Die Kreis-GmbH will auch Plätze für die Tages- und Kurzzeitpflege schaffen, um Angehörigen den Weg nach Hanau oder zu anderen Standorten zu ersparen. Für alle vier Heim-Ableger wird es nach Angaben von Bien eine gemeinsame Leitung geben, um Kosten zu sparen. Auch die Belegung, Verwaltung und Personalplanung werde gemeinsam erledigt. Essen, Wäsche, Haustechnik und Gebäudereinigung werden über die Zentrale in Hanau organisiert.

Das Projekt hat bundesweit Beachtung gefunden. Hammersbachs Bürgermeister Michael Göllner (SPD) wird es in der kommenden Woche für das Land auf einer Messe in Berlin vorstellen.

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