Hanau und Main-Kinzig
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen im Main-Kinzig-Kreis

24. Januar 2013

Stadtumbau Innenstadt: Bequemer flanieren

 Von Pamela Dörhöfer
Die Fahrstraße zwischen Freiheitsplatz und Marktplatz soll übersichtlicher, komfortabler und schöner werden.  Foto: Monika Müller

Die Fahrstraße soll schöner werden. Deshalb soll die Einkaufsmeile ab März neu gestaltet werden. Bis zum Weihnachtsgeschäft Anfang Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Drucken per Mail

Die Fahrstraße soll schöner werden. Deshalb soll die Einkaufsmeile ab März neu gestaltet werden. Bis zum Weihnachtsgeschäft Anfang Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Die Fahrstraße zwischen Freiheits- und Marktplatz gehört bislang zu den unkomfortableren Einkaufsmeilen in der Innenstadt: Fußgänger drängeln sich auf schmalem Gehweg an den Auslagen der Geschäfte vorbei, in der Mitte der Straße fahren Busse und überall Radfahrer – illegal, denn abgesehen vom öffentlichen Personennahverkehr ist die Fahrstraße eigentlich Fußgängerzone.

Stadtumbau

Mehrere Straßen in der Innenstadt werden im Zuge der Stadtumbaus umgestaltet: Bereits fertig ist die Hammerstraße, im März beginnen die Bauarbeiten in der Fahrstraße und in der Nürnberger Straße. Wegen der prekären Finanzlage der Stadt wurden die ebenfalls geplanten Neugestaltungen von Rosen- und Salzstraße gestrichen; beide werden nur teilweise verschönert.

Auf dem Freiheitsplatz baut im Westen der Investor HBB das neue Einkaufs- und Medienzentrum „Forum Hanau“, auf der Ostseite entstehen in Verantwortung der Stadt der neue Busbahnhof und ein grüner Stadtplatz. Auch die angrenzenden Straßen werden umgestaltete. An den Kosten für den Straßenumbau müssen sich die Anlieger beteiligen.

Noch in diesem Jahr soll sich diese unbefriedigende Situation ändern: Die Fahrstraße wird im Zuge des Innenstadtumbaus neu gestaltet, bis zum Weihnachtsgeschäft Anfang Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Gerhard Wrase vom Eigenbetrieb Hanau Verkehr und Entsorgung. Im Ortsbeirat Innenstadt stellte er am Dienstagabend die Pläne und Kosten für den Umbau der Fahrstraße und für den neuen Busbahnhof samt Grünfläche auf dem Freiheitsplatz vor. Über beide Vorlagen soll das Parlament in seiner nächsten Sitzung am kommenden Montag abstimmen; der Beschluss wird allerdings unter dem Vorbehalt stehen, dass das Regierungspräsidium Darmstadt den Haushalt für 2013 genehmigt.

Rund 1,1 Millionen soll die Umgestaltung der Fahrstraße kosten, knapp 16 Millionen der neue Busbahnhof inklusive des grünen Stadtplatzes – aber ohne das dort geplante Denkmal für den Maler Moritz Daniel Oppenheim, für das rund 350.000 Euro veranschlagt sind und für dessen Gestaltung es einen Wettbewerb geben soll.

Acht Bäume werden gepflanzt

Die Bauarbeiten in der Fahrstraße beginnen im März, wenn die Stadtwerke Fernwärmeleitungen verlegen. Die Neugestaltung sieht vor, den schmalen Gehweg auf der Westseite auf mehr als drei Meter zu verbreitern. Für den Bürgersteig auf der Ostseite sind viereinhalb Meter vorgesehen; weil dort auch Anlieferer für die Geschäfte halten müssen, dürfen die Markisen der Läden künftig nicht mehr als zwei Meter lang sein. Auf der Ostseite sollen außerdem acht Bäume gepflanzt werden.

Während der Bauarbeiten werden die Busse umgeleitet. Sie fahren künftig vom Kurt-Blaum-Platz über die Friedrich-Ebert-Anlage, das Kinopolis und die Römerstraße Richtung Marktplatz.

Am Busbahnhof auf dem Freiheitsplatz beginnen die Bauarbeiten im späten Frühjahr. Ab Sommer wird ein provisorischer Busbahnhof im südlichen Teil eingerichtet, sagt Wrase, abgeschlossen sein sollen die Arbeiten Mitte 2014. Der neue Busbahnhof auf der Ostseite des Freiheitsplatzes soll 17 barrierefreie Bushaltestellen fassen, an denen insgesamt 26 sich überlappende Paillettenschirme stehen. Diese ersetzen konventionelle Haltestellen und werden zudem mit Bänken und einem transparenten Windschutz ausgestattet. Im Ortsbeirat gab es auch Kritik an der Optik und den Kosten der Schirme (1,9 Millionen Euro), auch ihre Zweckmäßigkeit bei schlechtem Wetter wurde angezweifelt. Isabell Münch (CDU) fragte, ob es noch möglich wäre, auf diese Elemente zu verzichten. „Wenn die Politiker Wartehäuschen statt Schirme wollen, ist das möglich“, antwortete Wrase.

Die Schirme sollen als stilisierte Bäume einen Übergang schaffen zum neuen begrünten Stadtplatz, an dessen Südende – eine Änderung bisheriger Pläne – zudem ein Kiosk und eine Toilettenanlage entstehen sollen. Die Verantwortlichen der Stadt hoffen außerdem, dass das Land als Eignerin der Finanzamt-Immobilie den Eingangsbereich zum Freiheitsplatz hin schöner gestalten lässt, erklärte Wrase. Allerdings sei noch nicht klar, ob dafür Geld zur Verfügung gestellt werde.

Jetzt kommentieren

Übersicht

Wir informieren Sie aus der ganzen Region. Nachrichten aus Ihrer Stadt können Sie als Newsfeed abonnieren - klicken Sie bitte auf das orange Symbol.

Frankfurt

Rhein-Main

Bad Homburg, Hochtaunus

Bad Vilbel, Wetterau

Darmstadt

Kreis Groß Gerau

Hanau, Main-Kinzig

Main-Taunus

Offenbach

Kreis Offenbach

Wiesbaden

Anzeigenmarkt
Twitter
Top Stellenangebote
Online-Kataloge
Anzeige
Sonderheft

Die Siebziger sind die Frankfurter Jahre. Von hier aus strahlt in die Republik, was das Jahrzehnt bestimmt: das Aufbegehren der Jugend, der Häuserkampf in und ums Westend, die terroristische Bedrohung der RAF - und die Flügelzange der Eintracht mit Grabowski und Hölzenbein.

FR-Geschichte: 70er Jahre in Frankfurt

Unser Sonderheft blickt zurück, dokumentiert Originaltexte und zeigt das Jahrzehnt in Bildern.

Spezial

Der Wiederaufbau nach dem Krieg war schnell und lieblos. Nun wagt sich die Stadt an eine umfassende, mutige Stadtreparatur.

Spezial

Eines der größten Kohlekraftwerke der Welt in Großkrotzenburg am Main?

ANZEIGE
- Partner