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06. August 2009

Unseriöse Inkassofirma: Rauswurf nach unzähligen Beschwerden

 Von Alexander Polaschek

Die Firma Proinkasso, mit Unterstützung der Stadt Hanau aufgebaut, ist bereits im November 2005 aus dem Bund deutscher Inkassounternehmen ausgeschlossen worden. Von Alexander Polaschek

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In städtisch geförderten Räumen des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) in Hanau-Wolfgang werden fragwürdige Mahnschreiben offenbar viel länger als bisher bekannt ausgearbeitet.

Die Firma Proinkasso, mit Unterstützung der Stadt aufgebaut, wurde bereits im November 2005 aus dem Bund deutscher Inkassounternehmen ausgeschlossen. Das erfuhr die Frankfurter Rundschau von dem Geschäftsführer des Interessenverbandes, Jochen Schatz.

Der Anlass für den Rauswurf war laut Schatz "eine Unzahl von Beschwerden", wonach Proinkasso unberechtigte Forderungen für Betreiber von Internetseiten einzutreiben versuche. Die Tätigkeit des Unternehmens im Dienste sogenannter Abo-Fallen verstoße gegen die Statuten des Verbandes.

Auch das TGZ hat Proinkasso fristlos gekündigt, nachdem die Frankfurter Rundschau in der vorigen Woche über die rigorosen Mahnschreiben und eine Warnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz berichtet hatte. Für die FR ist die Proinkasso-Geschäftsführung telefonisch nicht erreichbar.

Die Stadt will den Ruf des TGZ vor weiterem Schaden bewahren. Nun stellt sich aber auch die Frage, ob im TGZ mit der Vermietung an Proinkasso über Jahre gegen den Förderzweck des TGZ verstoßen wurde, das Firmen subventionierte Mieten und kostenlose Serviceleistungen bietet.

Der Bundesverband der Inkasso-Firmen wollte mit der Kündigung bereits 2005 die Reputation seiner Mitglieder schützen. Etliche der 541 Firmen würden Internet-Forderungen einziehen. Es sei nicht akzeptabel, wenn trotz einer "extrem hohen Zahl an Beschwerden" wie bei Proinkasso und fehlendem Nachweis über die Rechtmäßigkeit der Forderungen Inkassoaufträge weiter bearbeitet würden, sagt Schatz. "Da sind diejenigen Firmen, die seriös arbeiten, auch mit beschädigt."

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