Als Auftakt zu ihrem May-Day-Protest am Vorabend der 1. Mai-Kundgebung hat das Hanauer Sozialforum, ein Zusammenschluss von rund 20 Organisationen, für den gestrigen Freitag zur ersten einer ganzen Reihe von Kundgebungen am Schwanenbrunnen am Rand des Freiheitsplatzes aufgerufen.
Die Veranstaltungsreihe steht unter dem griffigen Motto „Grimmiges Hanau: Märchen waren gestern, Wut ist heute“. Die Protestaktionen sollen am selben Ort bis Ende April jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr fortgesetzt werden – unter verschiedenen sozialen Themen und „jeweils mit Bezug zu lokalen Fragen und Konflikten“, wie es im aktuellen Newsletter des Forums heißt. Der Zusammenschluss wendet sich nicht nur gegen Sozialabbau in jedweder Form, sondern ist auch ausgesprochener Gegner des Wettbewerblichen Dialogs zur Innenstadtgestaltung. „Immer mehr Kommerz in Hanau – das lehnen wir ab“, sagte Jochen Klass vom Sozialforum am Rande der Aktion. Der Freiheitsplatz verliere seine Funktion als öffentlicher Raum und werde privatisiert.
10. März: Wohnungsleerstand in der Hanauer Innenstadt
17. März: Gegen Sparpolitik
24. März: Kaufhauswahn in Hanau
31. März: Hartz-IV-Schikanen im Kreis
7. April: Bildungssystem
14. April: Ostermarsch in Bruchköbel.
21. April: Sozialrassismus/Sarrazin-
Thesen
28. April: Weg mit der Leiharbeit
30. April: Fünfte Hanauer May-Day-Parade
1. Mai: Demonstrationen zum Tag der Arbeit az
Die rund zwei Dutzend Mitglieder des Forums, die zum Auftakt der Kundgebungsreihe Transparente aufgehängt und eine kleine Ausstellung zusammengestellt hatten, wandten sich am Freitag gegen die „herrschende Flüchtlingspolitik“. Gefordert wurde ein „Bleiberecht statt Abschiebung, Wohnungen statt Lager und Bewegungsfreiheit statt Grenzregime“.
Dazu schilderte die Ausstellung, die auf dem Brunnen aufgebaut war, einzelne Schicksale von Flüchtlingen. Unterstützung kam dabei von Heinz Ratz mit seiner Gruppe Strom und Wasser; der Liedermacher ist seit Jahresbeginn mit dem Fahrrad über mehrere 1000 Kilometer durch Deutschland unterwegs, um für eine menschlichere Flüchtlingspolitik zu werben.
Am kommenden Donnerstag will sich das Sozialforum der Hanauer Wohnungspolitik widmen – naturgemäß mit dem Schwerpunkt Französische Allee.
Dem Hanauer Sozialforum gehören unterschiedlichste Gruppieren und Organisationen an: von Attac über die BI Stopp Staudinger, vom DGB, den Linken, der Innenstadt AG bis hin zur SDAJ Hanau.
Weitere Informationen im Internet unter www.sf-hanau.linksnavigator.de

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