Mit 32 Kandidaten will die Piratenpartei nächstes Jahr zur Kommunalwahl für den Kreistag antreten. Motto: „Klarmachen zum Ändern.“ Auf dem Listenparteitag wurden drei Spitzenkandidaten gewählt: der Verwaltungsfachangestellte René Waller aus Hanau, der IT-Unternehmer Ralf Praschak (Erlensee) und der Schüler Sören Siegismund-Poschmann (Gelnhausen).
„Die Piratenpartei will zeigen, dass auch vom Fraktionszwang befreite Bürger die Politik ihrer Umgebung mitbestimmen können“, sagte Christian Jung, Beisitzer im Kreisvorstand und Pressesprecher. Es sei angebracht, „dass die Politik der Piraten auch im kommunalen und bürgernahen Kontext zur Geltung gebracht wird“. Die Kernthemen seien Freiheit von Überwachung, bessere Bildung, transparente Regierung und ein zeitgemäßer Umgang mit neuen Medien.
Im Wahlkampf auf Kreisebene sollen Probleme der Verkehrsinfrastruktur eine herausragende Rolle spielen. Jung: „Die Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr werden immer schlechter. Dieses Thema wird bisher sehr vernachlässigt.“ Auch um das Thema Bildung wollen sich die Piraten besonders bemühen. „Die Infrastruktur in den Schulen ist verbesserungsbedürftig“, sagt Jung, „wenn man sich anschaut, was da teils für veraltete Sachen herumstehen“.
Die Piratenpartei hat laut Jung im Main-Kinzig-Kreis 48 Mitglieder. Eine Kandidatur für Ortsparlamente sei derzeit nicht geplant. „Unsere Personaldecke ist dafür zu knapp.“

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