Mit rund 3500 Mitgliedern hat die Turngemeinde Hanau einen Datenbestand zu verwalten wie eine kleine Kommune. Der größte Verein im Main-Kinzig-Kreis sollte mit seiner hauptamtlich besetzten Geschäftsstelle auch in der Lage sein, die Sicherheit dieser Daten zu gewährleisten. Schließlich sind dort auch sensiblere Informationen wie etwa Kontodaten gespeichert.
Tatsächlich sind aber erhebliche Zweifel angebracht, dass die gebotene Sorgfalt eingehalten wird. Die Erklärungsversuche für den Transfer von Adressdaten zur CDU sprechen für sich. Da sollen Ausdrucke offen auf einem Schreibtisch gelegen haben, der sogar für Besucher zugänglich ist. Wie und wann sie verschwanden, ist angeblich nicht mehr nachvollziehbar. Die Spur verliert sich im Staub einer Aufräumaktion.
An dem nebulösen Szenario, das weitere Nachforschungen sinnlos erscheinen lässt, sind allerdings durchaus auch Zweifel angebracht. Zu ideal setzt sich das kollektive Vergessen auf Seiten der CDU fort, die von den Daten profitierte. Die Glaubwürdigkeit beider Seiten ist erschüttert.

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