Die Gelbbauchunke soll sich wohl fühlen und besser ausbreiten können – deshalb hat das Forstamt Hanau-Wolfgang in den vergangenen Wochen im Bruchköbeler und Neuwirtshäuser Wald zwei Tümpel angelegt und zwei bestehende nasse Stellen ausgebaggert. Diese Amphibienart ist laut Forstmann Günter Hunold so selten, dass sie europaweit unter Schutz steht: „Sie kommt unter anderem in den Auegebieten der Kinzig vor und nutzt dort die Klein- und Kleinstgewässer, die immer wieder neu im Zug der Flussdynamik und der Winterüberschwemmungen entstehen.“
Allerdings, so Hunold, sind die natürlichen Biotope mittlerweile stark zurückgegangen – unter anderem durch den Bau von Straßen und durch die Landwirtschaft.
Das Forstamt Hanau-Wolfgang hat deshalb eine Patenschaft für die Gelbbauchunke übernommen. „Es ist von großer Bedeutung, wo die Tümpel angelegt werden“, erläutert Hunold, „denn die Gelbbauchunke kann nur einen bestimmten Radius wandern“. Die Tiere benötigen unbesiedelte, flache Gewässer mit undurchlässigem Boden.
Um alles richtig zu machen, hat sich das Forstamt deshalb von der Amphienspezialistin Marianne Demuth beraten lassen. Im späten Frühjahr will das Forstamt prüfen, ob die Gelbbauchunken die neuen Tümpel angenommen haben. (pam.)

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