Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hat einen Brief an den hessischen Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) geschrieben und darin nach der Zukunft der Nassauischen Heimstätte gefragt. Das Hanauer Parlament hatte den Magistrat in seiner letzten Sitzung damit beauftragt.
Das Land Hessen erwägt, seinen Anteil an der Wohnungsbaugesellschaft zu veräußern. Das habe bei den Mietern „erhebliche Unruhe verursacht“, schreibt Kaminsky und führt aus, dass ein möglicher Verkauf „auch für die Stadt Hanau eine große Tragweite“ besitze, Denn dort unterhält die Nassauische Heimstätte 1750 Wohnungen. Dieser Bestand habe „insbesondere für einkommensschwache Menschen“ bisher eine „verlässliche und marktstabilisierende Bedeutung“ auf dem Wohnungsmarkt, so der Hanauer Rathauschef.
Heimstätte unverzichtbar
Die Stadt könne trotz „eigener großer Anstrengungen in ihrer Baugesellschaft“ auf die Funktion der Nassauischen Heimstätte „als in öffentlicher Hand geführte Vermieterin nicht verzichten“. Von Finanzminister Schäfer will Kaminsky nun wissen, ob das Land tatsächlich einen Verkauf seines Anteils plant – und wenn ja, wer als Käufer in Betracht käme. Weiter möchte der Oberbürgermeister Auskunft darüber bekommen, ob der Anteil eventuell auch an „erstbietende“ Investoren oder „gesplittet an unterschiedliche Interessenten“ veräußert würde.
Wichtig erscheint dem Oberbürgermeister auch der Aspekt, ob bei einem Verkauf die „Leistungen in puncto Sanierung, Instandhaltung und Betreuung“ aufrechterhalten bleiben und ob es „Bestandsschutzklauseln für Mieter“ geben wird. (pam.)

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