Menschen mit Behinderung haben es oft nicht leicht, im Job Fuß zu fassen oder sich für eine neue Stelle zu qualifizieren. Eine mögliche Perspektive soll ihnen nun das Vorhaben des Berufsförderungswerks Frankfurt (BFW) in Bad Vilbel und des Baumarkts Maeusel eröffnen. Sie wollen behinderte Menschen auf die Aufgaben als Fachverkäufer im Baumarkt vorbereiten – in zehn Monaten und direkt in der Praxis.
Die Idee sei ihm gekommen, als er sich über die dürftige Beratung in einem Baumarkt geärgert habe, erinnert sich Winfried Schneider, Leiter für Infrastruktur und Service beim BFW. Mit dem „Baumarkt-Fachberater“ solle diesem Missstand begegnet werden: Gemeinsam mit dem Arbeitgeber würden Qualifikationsprofile erstellt, die vom BFW vermittelte Bewerber arbeiteten im Betrieb mit und eigneten sich so die erforderlichen Kennntnisse und Fertigkeiten an. „Wir wollen so nah wie möglich an betrieblichen Abläufen sein“, sagt Schneider.
Nachdem ein 2005 begonnenes Projekt mit der Baumarktkette OBI nach Abgang von Gründer Manfred Maus versandete, will nun Roland Maeusel mit dem BFW kooperieren. Bewerbungen seien nicht immer aussagekräftig, „bei der Brautschau sind alle Mädchen schön“, meint der Baumarktleiter. Eine gewisse Ausbildung sei sinnvoll, ein vom BFW vermittelter Bewerber klar im Vorteil. ( myk)

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