Die Suche nach einem neuen Grundstück hat für die Maintaler Wildtierstation ein gutes Ende genommen. Auf rund 3500 Quadratmeter an der Dörnigheimer Straße Auf der Burg kann die künftige Station gebaut werden. „Wir haben uns mit den Vorhaben lange bedeckt gehalten, weil es ein schwieriger Genehmigungsprozess war“, erzählt Sonja Niebergall, Vorsitzende des seit sieben Jahren bestehenden Vereins.
Das Grundstück liegt auf der Stadtgrenze zu Hanau und ist Brachland. 760 Quadratmeter hat der Verein gekauft, den Rest von einen Maintaler Jagdpächter sowie von den Städten Maintal und Hanau gemietet. „Bevor wir das Gelände nutzen, gibt es noch viel zu tun“, so Niebergall.
Zur Nutzbarmachung gehört auch das Roden eines zehn Meter breiten Streifens Wirtschaftswald. „Das ist schade. Wir hätten ihn gern als Begrenzung erhalten. Es gab forsttechnische Gründe für das Fällen“, sagt sie.
Zu den Aufbauten zählen Volieren, ein kleines, einfaches Geräte- und Futtermittelhaus sowie ein Aufenthaltsgebäude, hierfür soll ein Bürocontainer verwendet werden. Weil es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, dürfen die Bauten nicht mit Boden verbunden werden, etwa mit einem Fundament. Des weiteren müssen Leitungen für Strom und Abwasser verlegt werden.
Bis auf die Rodung, die die Stadt Hanau bezahlt, finanziert der Verein alles selbst. Der Aufbau der neuen Station wird voraussichtlich knapp 60000 Euro kosten. Die Arbeitsleistung ist in den Betrag nicht eingerechnet, weil sie von den Mitglieder ehrenamtlich geleistet wird.
Damit es jetzt richtig los gehen kann, benötigt der Verein dringend Sponsoren. „Die Ausgaben für Planung und Genehmigung haben sich auf 15000 Euro summiert und ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen“, so Sonja Niebergall. Die regulären Zuschüsse der Kommunen Hanau und Frankfurt reichen nur für die Betriebsausgaben.
2000 Tiere im Jahr
Der Verein, der aus der einstigen privaten Wildtierpflegestation des 2004 verstorbenen Maintaler Günter Röll hervorgegangen ist, zählt 80 Mitglieder, rund ein Viertel davon unterstützt die Arbeit der Station aktiv. In der Regel werden verletzte Wildtiere aufgenommen und nach der Genesung wieder ausgewildert. Aber auch elternlos gewordene Jungtiere nehmen Vereinsmitglieder in Obhut und bei ständiger Betreuung auch mit nach Hause. Im Winter ist die Igelstation voll belegt. Mehr als 2000 Tiere versorgt der Verein im Jahr.
Auf dem Gelände der einstigen Frankfurter Baumschule in Bischofsheim kann der Verein noch 5000 Quadratmeter nutzen. Vermutlich muss diese Fläche 2014 geräumt werden. Die Hauptstelle auf einem Gartengrundstück am Höllsee bleibt jedoch erhalten.

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