Berlin/Hamburg/Duisburg/London. In Duisburg ist am Samstag eine Demonstration gegen den israelischen Militäreinsatz im Gaza-Streifen abgebrochen worden. Laut Augenzeugen waren Feuerwerkskörper auf Gegendemonstranten geworfen worden, die Israel-Fahnen trugen.
Laut Polizei wurde die Demonstration vorzeitig auf Bitten des Veranstalters abgebrochen. Zuvor hatten am Samstagmittag in Duisburg rund 200 Menschen für Solidarität mit Israel demonstriert.
Wegen der gewaltsamen Entfernung von zwei israelischen Flaggen bei einer Demonstration in Duisburg am vergangenen Samstag hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kritik an der Polizei gegeben. Der Zentralrat der Juden in Deutschland, Politiker und Kirchenvertreter hatten den Beamten eine Missachtung der Meinungsfreiheit vorgeworfen.
In mehreren deutschen Städten haben Menschen am Samstag gegen den Krieg im Gaza-Streifen demonstriert. Die größte Demonstration wurde mit rund 10.000 Teilnehmern in Berlin erwartet.
Rund 1000 Menschen haben am Samstag in Hamburg gegen den Krieg im Gaza-Streifen demonstriert. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt in Richtung Gänsemarkt. Die Proteste liefen friedlich ab, wie ein Sprecher des Lagezentrums auf Anfrage sagte.
Auch in mehreren anderen Städten im Norden fanden am Samstag Demonstrationen gegen diesen Krieg statt. Unter anderem demonstrierten in Kiel rund 150 Menschen friedlich gegen die Auseinandersetzungen. Am Nachmittag begann eine weitere Demonstration in Hannover.
Unterdessen dürfen die Teilnehmer der Berliner Demonstration nun doch für die Hamas werben. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hob eine entsprechende Auflage von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) auf. Das teilte die Polizei mit.
Auch in Großbritannien gibt es Proteste
Tausende Menschen haben in Großbritannien gegen die israelischen Angriffe im Gazastreifen protestiert. In Birmingham machten mehr als 5000 Demonstranten ihrem Ärger Luft und riefen "Freiheit für Palästina". Auf Spruchbändern war "Stoppt den Genozid" und "Beendet die Belagerung" zu lesen. Zudem wurden erneut israelische Flaggen verbrannt. Proteste gab es auch in anderen Städten.
Am Nachmittag war auch eine Demonstration in London geplant. Seit Beginn der Angriffe Israels auf den Gazastreifen gibt es im Königreich regelmäßig Proteste gegen Israel. Am vergangenen Samstag hatten mehr als zehntausend Menschen in London demonstriert. Nach dem Ende der Kundgebung war es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. (ddp/dpa)