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Bundestagswahlkampf 2009: Grüne Spitzenkandidaten

Die Grünen wählen auf dem Parteitag in Erfurt mit 92 Prozent ihre beiden Ex-Minister Jürgen Trittin und Renate Künast als Spitzenkandidaten für den Bundestagswahlkampf 2009.

Die Grünen ziehen mit den beiden Ex-Ministern Jürgen Trittin und Renate Künast als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf 2009. Der Parteitag in Erfurt stimmte mit 92 Prozent für die Fraktionschefin und den Fraktionsvize (16.11.2008).
Die Grünen ziehen mit den beiden Ex-Ministern Jürgen Trittin und Renate Künast als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf 2009. Der Parteitag in Erfurt stimmte mit 92 Prozent für die Fraktionschefin und den Fraktionsvize (16.11.2008).
Foto: dpa

Erfurt. Die Grünen ziehen mit den beiden Ex-Ministern Jürgen Trittin und Renate Künast als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf 2009. Der Parteitag in Erfurt stimmte am Sonntag mit 92 Prozent für die Fraktionschefin und den Fraktionsvize. Beide forderten die Partei auf, sich mit Geschlossenheit und Selbstbewusstsein der Wahl zu stellen. Als bestimmende Themen hoben sie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Freiheit hervor.

"Wir müssen die Weichen in diesem Land wieder auf eine grüne Zukunft stellen", sagte die ehemalige Verbraucherministerin Künast und fügte hinzu: "Die Botschaft von Erfurt muss sein: Die Grünen packen es an."

Trittin sprach von einem Wahlkampf "mitten in der Zeitenwende", die geprägt sei von der Klima-, der Finanzmarkt- und der Hungerkrise. Der ehemalige Umweltminister bescheinigte alle anderen Bundestagsparteien im Hinblick auf die Bewältigung dieser Krisen: "Die können es nicht." Nur starke Grüne seien eine Garantie für Klimaschutz, Gerechtigkeit und Freiheit.

Trittin attestierte seiner Mitstreiterin, dass sie eine erfahrene Krisenmanagerin sei, die "grün handelt und grün durchsetzt". Als Landwirtschaftsministerin habe sie beispielsweise gegen die Agrarlobby die Agrarwende durchgesetzt. Künast lobte ihrerseits an Trittin, dass er "echt Nerven hat": "Jürgen ist ein Kämpfer."

Erstmals wurden Grüne-Spitzenkandidaten mit dem förmlichen Votum eines Parteitags ausgestattet. 2002 und 2005 hatte die Partei Außenminister Joschka Fischer als Spitzenkandidaten ins Rennen geschickt, allerdings ohne geheime Abstimmung. (ap)

Datum:  16 | 11 | 2008
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