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Betäubungsmittelrecht wird geändert: Cannabis auf Rezept

Hoffnungsschimmer für viele Krebskranke: In Deutschland soll es künftig Cannabis auf Rezept geben.

Die Koalitionsfraktionen haben sich nach Angaben der FDP grundsätzlich darauf geeinigt, das Betäubungsmittelrecht entsprechend zu ändern. Dadurch soll es möglich werden, Cannabis-Medikamente in Deutschland herzustellen und für eine Therapie zu verschreiben. Bislang müssen Betroffene oft lange mit Behörden, Ärzten und Kassen um die Nutzung von Cannabis-Arznei kämpfen. Das Rauschgift soll als Medikament unter anderem die Symptome von Krebs und Multipler Sklerose abmildern.

Nach Auskunft der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“ (ACM) dürfen derzeit bundesweit lediglich 40 Patienten derartige Medikamente aus der Apotheke beziehen. Eigentlich ist Cannabis ein Rauschgift, das aus Hanfblättern gewonnen und meist als Haschisch oder Marihuana konsumiert wird.

Vor knapp zwei Jahren hatten Union, SPD und FDP im Bundestag noch gegen die erleichterte Verwendung von Cannabis in der Medizin gestimmt. Die Kritiker warnten damals vor allem vor dem Suchtpotenzial und zweifelten am medizinischen Nutzen. Einer aktuellen Umfrage zufolge befürworten allerdings mehr als 75 Prozent der Deutschen die medizinische Verwendung von Cannabis. (dpa)

Datum:  16 | 8 | 2010
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