Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat 2009 um sieben Prozent zugenommen. Dies geht aus Angaben der von den global agierenden Agrarkonzernen unterstützten Organisation ISAAA hervor, die in Peking veröffentlicht wurden.
Demnach haben 14 Millionen Farmer Gen-Pflanzen wie Soja, Mais, Baumwolle oder Reis ausgesät. Die Hälfte davon wurde in Entwicklungsländern angebaut, darunter auch in China. Doch während die ISAAA diese Botschaft als Erfolg verkaufte, glaubt Greenpeace, dass die Gentechnik-Lobby die Anbaustatitsik "aufbauscht".
Tatsächlich, so Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter, seien nach wie vor mehr als 90 Prozent der globalen Ackerfläche frei von Genpflanzen, und "99 Prozent aller Bauern arbeiten ohne Gentechnik".
Von einer florierenden Technologie könne deshalb keine Rede sein, zumal der Anbau in Europa nicht nur wegen des Gen-Mais-Verbots in sechs EU-Ländern, darunter Deutschland, sogar zurückgegangen sei. Höhere Saatgutpreise und ein unsicherer Absatz der Ernte führten zum Rückgang der Gen-Saaten auch in Spanien, Tschechien, der Slowakei und Rumänien.
Die ISAAA verweist demgegenüber auf ein Umdenken in China: Dort sei mit dem grundsätzlichen Plazet für den Anbau von Gen-Reis und einer Form von gentechnisch verändertem Futtermais ein Zeichen gesetzt worden.
China hatte die Zulassung hinausgezögert, weil das Land Probleme beim Export von Reis nach Europa fürchtet. Wiederholt waren hierzulande in Lieferungen von selbst in China nicht zugelassenem Gen-Reis gefunden worden.