kalaydo.de Anzeigen

Gutachten erkennt Rassismus: Sarrazin droht SPD-Ausschluss

Ein Gutachten des Moses-Mendelssohn-Zentrums stuft die Migranten-Schelte des früheren Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin als "rassistisch" ein. Bestellt hat es die Berliner SPD - und will nun die Konsequenzen ziehen.

Thilo Sarrazin
Thilo Sarrazin
Foto: ddp

Berlin. Im Streit um einen Parteiausschluss von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin aus der Berliner SPD bringt Medienberichten zufolge ein neues Gutachten den früheren Berliner Finanzsenator in Bedrängnis.

Darin wird dessen umstrittene Migranten-Kritik in zentralen Passagen als "rassistisch" eingestuft, wie die Berliner Morgenpost und der RBB berichteten. Sarrazin kündigte an, sich mit allen Mitteln gegen einen Parteiausschluss zu wehren.

Der SPD-Ortsverband Alt-Pankow und der Kreisverband Spandau legten den Berichten zufolge ein Gutachten des Politikwissenschaftlers Gideon Botsch vom Moses-Mendelssohn-Zentrum der Universität Potsdam vor.

Der Wissenschaftler kommt demnach zu dem Schluss, dass die Äußerungen des früheren Berliner Finanzsenators in zentralen Passagen rassistisch seien.

Sarrazin und seine Provokationen

Bildergalerie ( 12 Bilder )

Jobabbau, Sarrazin - Punk bei der Bundesbank

Bildergalerie ( 15 Bilder )

Sarrazin hatte türkischen und arabischen Einwanderern in Berlin in einem Interview vorgeworfen, sie seien "weder integrationswillig noch integrationsfähig". Sie hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel" und produzierten "ständig neue kleine Kopftuchmädchen".

Sarrazin will nach eigenen Worten nicht aus der SPD austreten. Notfalls werde er den drohenden Rauswurf verhindern, indem er durch alle Parteiinstanzen gehe, sagte er der Berliner Morgenpost. (afp)

Lesen Sie auf den nächsten Seiten: Die Sprüche von Sarrazin - und was die Berliner dazu sagen.

1 von 9
Nächste Seite »
Datum:  8 | 1 | 2010
Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken