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Hartz-IV-Empfänger: FDP entdeckt neue Klientel

Die FDP, bislang nicht als Partei der kleinen Leute bekannt, nimmt sich im Wahlkampf der Hartz-IV-Empfänger an. Das Schonvermögen für die Altersvorsorge müsse verdreifacht werden, fordert FDP-Chef Westerwelle.

FDP-Chef Westerwelle will das Schonvermögen verdreifachen - auf 750 Euro pro Lebensjahr.
FDP-Chef Westerwelle will das Schonvermögen verdreifachen - auf 750 Euro pro Lebensjahr.

Berlin. FDP-Chef Guido Westerwelle hat ein höheres Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger gefordert. "Wir wollen das Schonvermögen für private oder betriebliche Altersvorsorge einschließlich der Riester- und Rürup-Renten auf 750 Euro je Lebensjahr verdreifachen", sagte Westerwelle der "Berliner Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Das ist das Mindeste, was man tun muss."

Das derzeitige Schonvermögen sei zu niedrig. Es nehme den Anreiz. fürs eigene Alter vorzusorgen. "Und es ist ungerecht, weil es die bestraft, die vorgesorgt haben", sagte Westerwelle.

FDP-Chef Westerwelle will das Schonvermögen verdreifachen - auf 750 Euro pro Lebensjahr.
FDP-Chef Westerwelle will das Schonvermögen verdreifachen - auf 750 Euro pro Lebensjahr.
Foto: dpa

Westerwelle forderte zudem einen Wandel in der Sozialpolitik. "Die anderen Parteien halten es für gute Sozialpolitik, Bedürftige durch staatliche Zahlungen ruhig zu stellen", kritisierte er. "Viel besser ist es, die Fähigkeit zu vermitteln, zurückzufinden in den Beruf, die Energie nicht zu verlieren und gerade der Jugend Möglichkeiten zu Aufstieg durch Bildung zu vermitteln", sagte der FDP-Vorsitzende. (afp/dpa)

Datum:  30 | 7 | 2009
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