Berlin (ddp/dpa) - Den Überraschungseiern des Ferrero-Konzerns droht einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise das Aus in Deutschland. Nach dem Willen der Parlamentarier der Kinderkommission des Deutschen Bundestages soll jegliche Kombination aus Nahrungsmitteln und Spielzeug verboten werden. Dies steht in einer Empfehlung über "Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag", aus der die Tageszeitung "Die Welt" zitiert.
Die Forderung stößt auf auf Unverständnis in der Süßwarenbranche. "Es gibt keinen Nachweis von Gesundheitsgefahren durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmitteln", sagte der Vizegeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, Torben Erbrath, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Experten hätten das Überraschungsei für ungefährlich befunden. Produkte, an denen Kinder sich verschlucken könnten wie etwa Gelee in Minibechern, seien vom Markt genommen worden.
Nach Ansicht der Bundestagsabgeordneten der Kinderkommission, Miriam Gruß (FDP), gehöre neben dem Überraschungsei auch Cornflakes mit Spielzeug verboten: "Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln", sagte sie.
Zudem setze sich die Kommission für die Einführung der Fahrradhelmpflicht für Kinder und Jugendliche ein sowie für leichtere Schulranzen.