Das ist der Anfang vom Ende. Die Zeichen der Zeit sind mit den Händen zu greifen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Nun hilft es nichts, Fünfe gerade sein zu lassen und die Hände in den Schoß zu legen: A la longue - die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wir müssen den Gürtel enger schnallen. Das sei allen ins Stammbuch geschrieben, die uns die Pistole auf die Brust setzen und unser Tafelsilber verscherbeln wollen. Ross und Reiter zu nennen, ist unsere heilige Pflicht.
Deutschland ist keine Insel der Seligen. Wir sitzen alle in einem Boot. Einige versuchen, gut Wetter zu machen, doch die Zeichen stehen auf Sturm. Wer glaubt, dass für seine Blütenträume das Feld bereits bestellt ist, der hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Trotzdem gibt es keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Das wird ein Kraftakt. Zwar wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, es ist aber noch nicht in den Brunnen gefallen.
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Schon so mancher ist als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet - auf dem Misthaufen der Geschichte. Doch am Ende des Tages wissen wir: Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Nach dieser schallenden Ohrfeige liegt nun offen zutage: Der Kaiser ist nackt und wirft seine Schatten voraus. Wir haben uns ein schönes Kuckucksei ins Nest legen lassen. Es ist ein Treppenwitz, wenn die Verantwortlichen jetzt in die Trickkiste greifen und den vergifteten Apfel vom Baum der Erkenntnis als Danaergeschenk annehmen. Nein, wir dürfen nicht auf dieses trojanische Pferd setzen - die Zitrone ist ausgepresst, das Ende der Fahnenstange erreicht.
Trotz aller Unkenrufe, die Kuh muss vom Eis. Da kann man dem Bürger kein X für ein U vormachen. Auch wenn die Gerüchteküche heftig brodelt - die Regierung darf hier nichts anbrennen lassen. Sie muss nun Pflöcke einschlagen. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Und wenn sich der Pulverdampf verzogen hat, werden wir sehen, ob der gordische Knoten geplatzt ist. Am Katzentisch werden da wohl noch einige Kröten geschluckt werden müssen. Das Leben ist schließlich kein Ponyhof, das sei an dieser Stelle all jenen zugerufen, die nur damit beschäftigt sind, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Aber wir dürfen das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Andernfalls werden wir schnell merken: Die Signale stehen auf rot, der Zug ist abgefahren. Doch noch sehen wir Licht am Ende des Tunnels.
Verschiebebahnhöfe bringen uns da nicht weiter. Noch können wir die Weichen neu stellen. Berlin muss seine Hausaufgaben machen. Derzeit steht das böse Wort vom Denkverbot im Raum. Und viele meinen, das Tischtuch sei zerschnitten. Es ist aber noch Zeit, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, Brücken zu bauen und neue Wege zu gehen. Nicht jeder unfrisierte Gedanke hinterlässt gleich verbrannte Erde. Zwar könnte man sich jetzt hinsetzen, Kreide fressen und seine Wunden lecken - doch das ist eine Milchmädchenrechnung. So schneidet man sich ins eigene Fleisch. Im Schneckentempo kommen wir nicht weiter, wir müssen den Knüppel aus dem Sack lassen und mit eisernem Besen kehren. Auf dem Marktplatz der Meinungen wird schließlich mit spitzer Klinge gefochten.
Die Öffentlichkeit goutiert zwar Kabinettstückchen, aber das ist nur die halbe Miete. Abgerechnet wird zum Schluss. Allzu viele stellen ihr Licht unter den Scheffel, und zu oft wackelt der Schwanz mit dem Hund. Aber wer seine sieben Sinne noch beisammen hat, hört die Klopfzeichen: Wir sitzen auf einem Pulverfass. Es droht ein politisches Erdbeben.
Wir müssen erkennen: Die Schöpfung ist kein Selbstbedienungsladen. Manche fühlen sich im falschen Film, manche halten die Vorfälle für ganz großes Kino. Aber wir wandeln auf einem schmalen Grat. Das Schlaraffenland ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Luft wird dünn. Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Wenn wir so weiter machen, werden wir unser eigenes Grab schaufeln. Da schwillt einem der Kamm. Das ist kein Kavaliersdelikt. Nun muss die Kanzlerin mit der Faust auf den Tisch hauen und das Übel bei der Wurzel packen. Auch wenn das ein Ritt über den Bodensee wird.
Schluss mit dem beredten Schweigen! Die rote Linie ist überschritten. Der Countdown läuft. Wir müssen die Reißleine ziehen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Nichts geht mehr.