kalaydo.de Anzeigen
Eurovision Song Contest in Baku
Sängerin Loreen holt mit Euphoria den ESC nach Schweden und siegt in Baku.

Uli Hoeneß im Interview: "... dann bin ich Mutter Teresa"

Manager Uli Hoeneß kontert im Gespräch Jürgen Klinsmann Auftritt bei Jauch: Klinsmann habe gewusst, dass es nach einem weiteren verlorenen Bundesligaspiel eng für ihn werden würde, sagt er.

Uli Hoeneß, keilt zurück: Jürgen Klinsmann und Günther Jauch kriegen ihr Fett ab.
Uli Hoeneß, keilt zurück: Jürgen Klinsmann und Günther Jauch kriegen ihr Fett ab.
Foto: getty

Herr Hoeneß, Jürgen Klinsmann hat sich unter der Woche in einem TV-Interview von einer überraschenden Entlassung gesprochen. Ferner bezweifelte er, dass sein Nachfolger Jupp Heynckes nur zufällig beim 0:1 gegen Schalke 04 auf der Bühne saß. Hat er recht?

Ich war an diesem Abend in einer Basilika in Kempten, aber ich habe einmal in Latein gelernt: Si tacuisses, philosophus mansisses - das heißt: Wenn du geschwiegen hättest, wärst du Philosoph geblieben. Ich glaube, das wäre besser gewesen. Und auch Herr Jauch hat sich demaskiert als Gefälligkeitsjournalist. Das habe ich ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut. Der Höhepunkt war am Ende, dass ihn Jauch als Barack Obama des deutschen Fußballs bezeichnet hat. Ganz ehrlich: Wenn Klinsmann der Obama des deutschen Fußballs ist, dann bin ich Mutter Teresa.

Der Auftritt von Klinsmann bei RTL war für Sie also ein abgekartetes Spiel?

Das war eine Mischpoke. Ich bin todsicher, dass Herr Eitel (Klinsmanns Berater; Anmerk. d. Red.) vorher alle Fragen aufgeschrieben hat und Herr Jauch hat sie vorgelesen. Das kennen wir ja, das Spielchen.

Hätten Sie sich noch früher von Klinsmann trennen müssen?

Wir haben reagiert, als wir das Gefühl hatten, die Qualifikation für die Champions League ist in Gefahr. Ich hatte dem Jürgen in einem privaten Vieraugengespräch nach dem Spiel gegen Barcelona bei mir zu Hause am Donnerstagabend gesagt, wenn wir jetzt noch ein Bundesligaspiel verlieren, dann wird es eng für ihn. Deswegen war ich ziemlich überrascht, wenn er jetzt so tut, als wäre er darauf nicht vorbereitet gewesen.

Klinsmann beklagte, er hätte seine Vorstellungen beim FC Bayern nicht durchsetzen können.

Er war der Trainer mit der größten Machtfülle, die je ein Trainer bei Bayern München hatte. Seine Wünsche sind nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt worden. Der einzige richtige Vorschlag zur Verstärkung der Mannschaft war in der Winterpause aber nur Landon Donovan, über den Hermann Gerland sagt, er würde nicht mal bei ihm in der zweiten Mannschaft spielen.

Aufgezeichnet von Jörg Hanau

Datum:  25 | 5 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken