Die Wirtschaftskrise trifft die Zeitarbeiter-Firmen und ihre Mitarbeiter zurzeit heftig. So schnell, wie sich die Auftragslage in der Industrie verschlechtert, werden in diesen Tagen die Leiharbeiter an ihre Verleihfirmen zurückgegeben.
Von dort aus führt der Weg in die Arbeitslosigkeit. Experten schätzen, dass schon rund 200000 Menschen auf diese Weise arbeitslos geworden sind. Doch der politische Streit um einen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche führt zur Frustration. Denn ob es vor der Bundestagswahl im Herbst noch eine Einigung über einen Mindestlohn für die etwa 700000 Zeitarbeiter in Deutschland gibt, steht in den Sternen.
Nachdem sich CDU und SPD Ende Januar wider Erwarten nicht auf eine definitive Regelung verständigen konnten, herrscht Missmut in der Branche. Vor allem die Union steht im Zentrum der Kritik.