Die Abwehrreflexe in der Phalanx der Befürworter der Olympiabewerbung München 2018 funktionieren. „Aufgeben gibt es nicht“, sagte Christian Neureuther, prominenter Kopf der OlympiJa-Gruppe, die jüngst als Gegengewicht zur Kritiker-Initiative NOlympia ins Leben gerufen wurde. „Die Kandidatur ist nicht gefährdet“, postulierte im fernen Frankfurt Michael Vesper, der Aufsichtsratsvorsitzende der Bewerbungsgesellschaft und Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds. Und der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Siegfried Schneider, seit einiger Zeit als eine Art olympischer Chefunterhändler unterwegs, wiegelte in einer ersten Stellungnahme ab: „Die noch offenen Grundstücksfragen lassen sich klären und gefährden die Bewerbung nicht.“
Wirklich nicht? Der Münchner Rechtsanwalt Ludwig Seitz und 59 Grundstückseigentümer aus Garmisch-Partenkirchen, die er vertritt, sehen das ganz anders. In einem Schreiben an Staatsminister Schneider führt Seitz beispielhaft sieben Flurstücke seiner Mandanten an, ohne die, heißt es da weiter, „die Sportstätten „Kandahar“, „Hausberg“ und „Ski-Stadion/Gudiberg“ nicht funktionsfähig“ seien − die Rede ist nicht von Aufstellungsflächen für Dixie-Klos, sondern von Strecken der Alpin-Wettbewerbe 2018. Schneider selbst, daran erinnert ihn Seitz, soll „die Unverzichtbarkeit dieser Grundstücke für eine Bewerbung“ eingeräumt haben − am 26. November im Gasthof Zum Lamm in Garmisch bei einer Zusammenkunft mit jenen Landwirten, die sich beharrlich weigern, ihren Grund und Boden für das Großereignis zur Verfügung zu stellen. Anderenfalls, so erinnert sich der Jurist an Schneiders damalige Einlassung, müsse die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 zurückgezogen werden. Genau das fordert Seitz nun im Namen seiner Mandanten und verknüpft es mit einem Ultimatum: „Sollte uns diese Bestätigung nicht bis Mittwoch, 22. Dezember 2010, vorliegen, so erlauben wir uns, das Internationale Olympische Komitee direkt zu verständigen.“
Advent, Advent, der Christbaum brennt. Ungeachtet der Beschwichtigungen von allen Seiten war die Aufregung bei denen, die Münchens Bewerbung betreiben oder befürworten nach Bekanntwerden des Schreibens an die Staatskanzlei am Dienstag groß. Dabei sei „der ganz überwiegende Teil der anwaltschaftlich vertretenen Grundstückseigentümer überhaupt nicht von der Planung betroffen“, ließ Schneider mitteilen. „Nur wenige Grundstücke sind relevant für die geltende Planung.“ Und was die betreffe, werde er sich „weiter im Interesse einer bestmöglichen Bewerbung um eine Verständigung bemühen“. Falls keine Einigung möglich sei, „werden entsprechende Ersatzlösungen bereitstehen“.
Bewerber und Politik ließen zuletzt keine Gelegenheit aus, das Problem kleinzureden
Axel Doering, bekannter und bekennender Gegner Olympischer Spiele 2018 im Schatten der Zugspitze, sagt, das sei womöglich nur ein weiterer Bluff: „Jetzt heißt es sofort wieder: Okay, Plan B − wir nehmen andere Grundstücke. Aber die gehören dann wahrscheinlich auch Leuten aus dem Kreis der 59.“ Das Urteil des Försters aus Garmisch-Partenkirchen über die Verhandlungsführung der 2018-Planer beim Grunderwerb am Standort für die Alpin-Wettbewerbe fällt vernichtend aus: „Es war eine Katastrophenplanung von Anfang an. Die haben die Einwände nicht ernst genommen. Ich habe schon im Herbst, als die Jubelmeldung kam, Olympia sei gerettet und die Grundstücksfrage so gut wie geklärt, gesagt: ,Es hat sich doch gar nichts geändert.’ Und jetzt holt das die Bewerbung eben ein.“
Tatsächlich ließen die Münchner Bewerbungsgesellschaft und die CSU/FDP-Landesregierung in den vergangenen Wochen und Monaten keine Gelegenheit aus, das Problem mit den störrischen Grundbesitzern in der Marktgemeinde kleinzureden. Wer nachfragte, erhielt die Antwort, man sei in „finalen Verhandlungen“. Auch wurde wiederholt der Eindruck erweckt, sobald die Erlaubnis des Pentagon zur Nutzung eines Golfplatzes nördlich von Garmisch eingeholt sei, der nach Nato-Truppenstatut der US-Army überlassen ist, verfüge man über planerische Alternativen.
„Das ist ein Trugschluss“, stellt nun Michael Vesper klar. Die Golfplatzvariante − die keinen unmittelbaren Bezug zur Eigentümerproblematik an den Wettkampfstätten hat − sei geprüft und verworfen worden. Dabei war Staatsminister Schneider eigens nach Washington gereist, um die Chancen dafür auszuloten, das Olympische „Snow Village“ auf die Fairways zu setzen. Ein Ablenkungsmanöver angesichts der ungeklärten Grundstücksfragen?
Auch Vesper wittert geschickte PR-Strategien, freilich nicht bei den Befürwortern, sondern bei deren Widersachern. Da sei „ein cleverer Rechtsanwalt am Werk, der die Öffentlichkeit sucht und weiß, wie man auf sich aufmerksam macht“. Nun, da der Zeitpunkt für die Abgabe des Bid Book näher rücke, werde der Versuch unternommen, „noch mal in die Öffentlichkeit zu kommen“. Die Bewerbung muss am 11. Januar beim IOC eingereicht werden.
Man dürfe nicht jede Spielwiese begießen, kanzelte Seehofer die Olympiagegner ab
„Das Bewerbungskonzept steht und ist durch diese Geschichte nicht gefährdet“, sagt Vesper. Auch seien „die Bewerbungsgesellschaft und die bayerische Landesregierung weiterhin bereit zu und interessiert an Gesprächen“. Der einstige Grünen-Politiker glaubt noch immer, „dass man das im gegenseitigen Einvernehmen lösen kann“. Doering ist überzeugt, dass das nicht klappen wird. „Die haben die Rechnung immer ohne die Grundstückseigentümer gemacht“, sagt der Förster und Vorsitzende der Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen im Bund Naturschutz. Er ist überzeugt, dass die Olympiaplaner in eine Sackgasse geraten sind. Falls dem so ist, hat Horst Seehofer die massive Wand noch nicht erspäht und das einschlägige Verkehrsschild übersehen. „Die olympische Bewerbung wird abgegeben“, teilte Bayerns sonst ja gern mal zögerliche Ministerpräsident am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit. Man dürfe nicht jede Spielwiese begießen, kanzelte er gleich noch die Olympiagegner ab.
Die wussten solche hochmütigen Töne bislang noch stets für sich zu nutzen. Dass Staatsminister Schneider die Verhandlungen an sich gezogen habe, zeige doch, „dass die Bewerbungsgesellschaft hier völlig diskreditiert war“, sagt Axel Doering. Als arrogant und herablassend empfanden viele der Bauern, deren Grundstücke fürs Großprojekt benötigt werden, ihre Verhandlungspartner. Das trieb so manchen Unentschlossenen ins Lager der Gegner.
„Es ist eine Pannenbewerbung von Anfang bis Ende“, sagt Doering. Und dass Letzteres naht, davon ist er inzwischen ebenso überzeugt wie Horst Seehofer vom olympischen Happy End. „Diese Bewerbung wird bald enden“, prophezeit der Förster, die Aufarbeitung aber werde damit erst beginnen. „Denn dann kommt der Untersuchungsausschuss.“
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Real Madrid | 121:32 | 100 | ||
| 2 | FC Barcelona | 114:29 | 91 | ||
| 3 | FC Valencia | 59:44 | 61 | ||
| 4 | FC Malaga | 54:53 | 58 | ||
| 5 | Atletico Madrid | 53:46 | 56 | ||
| 6 | UD Levante | 54:50 | 55 | ||
| 7 | CA Osasuna | 44:61 | 54 | ||
| 8 | RCD Mallorca | 42:46 | 52 | ||
| 9 | FC Sevilla | 48:47 | 50 | ||
| 10 | Athletic Bilbao | 49:52 | 49 | ||
| 11 | Real Sociedad | 46:52 | 47 | ||
| 12 | Real Betis Sevilla | 47:56 | 47 | ||
| 13 | FC Getafe | 40:51 | 47 | ||
| 14 | Espanyol Barcelona | 46:56 | 46 | ||
| 15 | Rayo Vallecano | 53:73 | 43 | ||
| 16 | Real Saragossa | 36:61 | 43 | ||
| 17 | FC Granada | 35:56 | 42 | ||
| 18 | FC Villarreal | 39:53 | 41 | ||
| 19 | Sporting Gijon | 42:69 | 37 | ||
| 20 | Racing Santander | 28:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Manchester City | 93:29 | 89 | ||
| 2 | Manchester United | 89:33 | 89 | ||
| 3 | FC Arsenal | 74:49 | 70 | ||
| 4 | Tottenham Hotspur | 66:41 | 69 | ||
| 5 | Newcastle United | 56:51 | 65 | ||
| 6 | FC Chelsea | 65:46 | 64 | ||
| 7 | FC Everton | 50:40 | 56 | ||
| 8 | FC Liverpool | 47:40 | 52 | ||
| 9 | FC Fulham | 48:51 | 52 | ||
| 10 | West Bromwich Albion | 45:52 | 47 | ||
| 11 | Swansea City | 44:51 | 47 | ||
| 12 | Norwich City | 52:66 | 47 | ||
| 13 | AFC Sunderland | 45:46 | 45 | ||
| 14 | Stoke City | 36:53 | 45 | ||
| 15 | Wigan Athletic | 42:62 | 43 | ||
| 16 | Aston Villa | 37:53 | 38 | ||
| 17 | Queens Park Rangers | 43:66 | 37 | ||
| 18 | Bolton Wanderers | 46:77 | 36 | ||
| 19 | Blackburn Rovers | 48:78 | 31 | ||
| 20 | Wolverhampton Wand. | 40:82 | 25 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EHC Dortmund | 151:45 | 58 | ||
| 2 | EC Bad Nauheim | 162:43 | 56 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 145:57 | 51 | ||
| 4 | EV Duisburg | 133:46 | 44 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 112:67 | 40 | ||
| 6 | Hammer Eisbären | 98:82 | 40 | ||
| 7 | Ratinger Ice Aliens | 109:76 | 34 | ||
| 8 | Königsborner JEC | 90:109 | 33 | ||
| 9 | ESC Moskitos Essen | 62:118 | 18 | ||
| 10 | Herforder EV | 71:175 | 16 | ||
| 11 | EHC Krefeld | 42:158 | 3 | ||
| 12 | EHC Netphen 08 | 35:234 | 3 | ||
| Mannschaft | Körbe | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Brose Baskets | 3033 | : | 2387 | 60 | |
| 2 | ratiopharm Ulm | 2778 | : | 2539 | 54 | |
| 3 | ALBA Berlin | 2825 | : | 2478 | 52 | |
| 4 | Artland Dragons | 2870 | : | 2655 | 48 | |
| 5 | FC Bayern München | 2672 | : | 2513 | 44 | |
| 6 | s.Oliver Baskets | 2431 | : | 2295 | 40 | |
| 7 | NY P. Braunschweig | 2645 | : | 2651 | 36 | |
| 8 | Baskets Bonn | 2730 | : | 2618 | 36 | |
| 9 | FRAPORT SKYLINERS | 2347 | : | 2337 | 34 | |
| 10 | Oldenburg | 2736 | : | 2755 | 32 | |
| 11 | Eisbären Bremerhaven | 2626 | : | 2731 | 32 | |
| 12 | Tigers Tübingen | 2628 | : | 2719 | 30 | |
| 13 | BBC Bayreuth | 2357 | : | 2643 | 24 | |
| 14 | TBB Trier | 2297 | : | 2509 | 22 | |
| 15 | Phoenix Hagen | 2689 | : | 3016 | 22 | |
| 16 | EnBW Ludwigsburg | 2601 | : | 2655 | 20 | |
| 17 | Gießen 46ers | 2341 | : | 2645 | 18 | |
| 18 | BG Göttingen | 2327 | : | 2787 | 8 | |
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