Man kann nun nicht behaupten, dass Eintracht Frankfurt in den vergangenen Monaten die Bundesliga schwer aufgemischt hätte. Der letzte Sieg liegt mehr als fünf Monate zurück, wobei der Fairness halber nicht unterschlagen werden sollte, dass da eine ewig lange Sommerpause die Statistik ein wenig verzerrt. Und doch: Saisonübergreifen wartet die Eintracht seit sieben Spielen auf einen Sieg, so lange wie keine andere Bundesliga-Mannschaft.
Den letzten Dreier gab es am 3. April gegen Bayer Leverkusen, der Erfolg beschloss zwei irrwitzige Wochen mit vorangegangen Siegen gegen Bayern München und in Bochum. Damals schielten die Frankfurter nach oben zu den Europapokalplätzen. Dann folgte der Absturz, eingeleitet durch eine desolate Vorstellung in Mönchengladbach. Am Samstag nun geht es, man ahnt es, wieder an den Niederrhein, und die Eintracht will genau dort, wo sie in den Abwärtsstrudel rutschte, den Kreislauf durchbrechen.
„Nicht unten festsetzen“
Trainer Michael Skibbe weiß um die schwarze Serie, aber er sieht seine Mannschaft deshalb „psychologisch nicht angeschlagen“, freilich bekundet er auch: „Es wird Zeit, mal wieder ein Spiel zu gewinnen. Wir wollen uns nicht zu lange da unten festsetzen.“
Skibbe kommt da zupass, dass sich Kapitän Chris zurückgemeldet hat. Der Abwehrchef nahm nach überstandenem Darm-Infekt gestern wieder am Mannschaftstraining teil, wirkte allerdings schlapp und ausgelaugt. „Er muss Kraft tanken“, sagte Skibbe, der ihn aber in jedem Fall in den Kader berufen wird. Im Trainingsspiel stand Chris in der B-Elf, in der A-Mannschaft spielte überraschenderweise Ümit Korkmaz auf dem linken Flügel, vorne verdingte sich Theofanis Gekas, Caio dahinter, hinten links verteidigte Georgios Tzavellas. Benjamin Köhler und Halil Altintop wären demzufolge draußen. Ob es was zu bedeuten hat? „Ich habe meine Mannschaft im Kopf“, sagte Skibbe nur. Er will die Gladbacher mit schnellen Gegenstößen über die Flügel knacken. Das würde tatsächlich für Korkmaz sprechen.
Auch für Gekas? Der Grieche sorgte am Donnerstag für Aufsehen, weil er seinen Abschied aus der Nationalmannschaft verkündete. Der 30-Jährige begründete diesen Schritt in einem griechischen Online-Portal etwas nebulös mit „Sonderzuständen“. Die hatte auch der ebenfalls zurückgetretene Sturmkollege Ioannis Amanatidis angeprangert − allerdings unter Ex-Trainer Otto Rehhagel. Gekas indes galt als Lieblingsspieler von Rehhagel. Der Athener Nachrichtensender Skai berichtet, Gekas könne nicht ertragen, dass der neue Trainer Fernando Santos ihm den Status des Stammspielers entzogen habe. In griechischen Medien wurde Gekas’ Entschluss scharf kritisiert.
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Aleksandar Vasoski hat da ganz andere Sorgen. Der über Schmerzen am Knie klagende 30-Jährige weilte am Donnerstag in Augsburg. Dort ließ er sich von Kniespezialist Ulrich Boenisch an seinem vorgeschädigten rechten Knie untersuchen. Nach der Kernspintomographie atmete er auf: Der schon zweimal operierte Knorpel sei „zu 100 Prozent zurückgekommen, er sieht besser aus als bei der letzten Untersuchung“, erzählte Vasoski. In den kommenden zehn Tagen muss er kürzertreten, darf nur Lauf- und Krafttraining machen, damit die „durch Überbelastung“ (Vasoski) entstandene Entzündung abklingt. Er schickt ein Stoßgebet gen Himmel: „Gott sei Dank. Ich bin so erleichtert, das kann man sich kaum vorstellen.“ Ein dritter Knorpelschaden an derselben Stelle hätte mit ziemlicher Sicherheit zum Karriereende geführt.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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