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Handgreiflicher Streit

Rihannas Freund muss vor Gericht

New York/Los Angeles. Der Freund von Popstar Rihanna, US-Sänger Chris Brown (19), muss sich wegen krimineller Drohungen gegen eine Frau vor einem Gericht in Los Angeles verantworten.

Der R&B-Sänger soll am 5. März vor einem Richter erscheinen, teilte das Musikmagazin "Rolling Stone" am Montagabend mit. Den Angaben zufolge hatte sich Brown am Sonntag nach einem handgreiflichen Streit mit einer Frau der Polizei gestellt. Er wurde gegen eine Kaution von 50.000 Dollar (38.000 Euro) wieder auf freien Fuß gesetzt.

Inzwischen ermittelt die Polizei gegen Brown wegen Verdachts auf Körperverletzung. Ob es sich bei dem Opfer um Rihanna (20) handelt, ist bisher nicht klar. Die Polizei bestätigte lediglich, dass die Frau über Notruf um Hilfe bat und Brown als Täter identifizierte. Der Internetdienst TMZ hat eigenen Angaben zufolge in Erfahrung gebracht, dass der Bericht des Opfers unter Rihannas bürgerlichem Namen Robyn Fenty ausgestellt wurde.

Demnach war Brown am Sonntag kurz nach Mitternacht im Auto mit seiner Beifahrerin in Streit geraten. "Nachdem er seinen Wagen anhielt, stiegen Brown und die Frau aus, ihr Streit eskalierte", hieß es in einer Erklärung der Polizei. "Die Frau erlitt sichtbare Verletzungen und identifizierte Brown als ihren Angreifer."

Zuvor war Brown gemeinsam mit Rihanna auf einer Party gesehen worden. Am Sonntagabend sagten beide kurzfristig ihre Teilnahme an der Grammy-Verleihung ab, obwohl sie für die begehrten Musikpreise nominiert waren und sie laut "Rolling Stone" beide dort auftreten sollten.

Brown hatte dem Magazin "Giant" 2007 in einem Interview erzählt, dass er mehrfach zu Hause miterlebt hatte, wie die eigene Mutter von seinem Stiefvater verprügelt wurde. "Er schlug meine Mutter oft, und ich hatte dann immer solche Angst, dass ich in die Hose machen musste." Um sich selbst verteidigen zu können, habe er Martial Arts erlernt, sagte Brown in dem Interview und fügte hinzu, dass er den Stiefvater noch heute hasse.

Der Chefredakteur von "Giant", Emil Wilbekin, sagte MTV, dass häusliche Gewalt von Opfern und Augenzeugen manchmal unfreiwillig als Verhaltensmuster übernommen wird. Die Nachricht über Chris Brown sei vor allem deshalb betrüblich, weil der Sänger "ein Vorbild für viele junge Männer ist und außerdem so viele weibliche Fans hat." (dpa)
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Dokument erstellt am 10.02.2009 um 08:50:54 Uhr
Letzte Änderung am 10.02.2009 um 09:04:01 Uhr
Erscheinungsdatum 10.02.2009
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