Berlin. Täglich sterben nach Erkenntnissen des UN- Kinderhilfswerks Unicef 800 Kinder an den Folgen von Aids.
Weniger als zehn Prozent der Neugeborenen, deren Mütter HIV-positiv seien, würden auf das tödliche Virus getestet, teilte Unicef am Freitag bei der Vorstellung einer Bilanz der weltweiten Unicef-Kampagne gegen Aids in Berlin mit.
Vor dem Weltaidstag am kommenden Montag forderte die Organisation, mehr Test- und Behandlungsmöglichkeiten für bedrohte Neugeborene in den Entwicklungsländern zu schaffen.
Allerdings gebe es mittlerweile auch Fortschritte. So erhielten heute deutlich mehr Mädchen und Jungen Medikamente und Behandlung als vor drei Jahren.
Die dritte Unicef-Bestandsaufnahme der weltweiten Kampagne zu Kindern und Aids zeige, dass es insbesondere an Test- und Behandlungsmöglichkeiten für schwangere Frauen und Neugeborene fehle.
Zwar würden in Ländern wie Malawi, Mosambik oder Sambia vermehrt moderne und einfach zu handhabende Testverfahren mit Erfolg eingesetzt. Trotzdem hätten 2007 nur 18 Prozent der Schwangeren in Entwicklungsländern die Möglichkeit, sich vor der Entbindung auf HIV testen zu lassen.
Kinder, die sich im Mutterleib mit HIV angesteckt hätten, seien im Schnitt zwischen fünf und neun Jahren alt, bevor sie erstmals medizinisch behandelt würden. (dpa)


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