Inwiefern?
Dein mediales Bild geht dir immer voraus, es ist schon da, noch ehe du einen Raum betrittst. Ich habe mir oft gewünscht, so ein süßes, unbekümmertes, ständig flirtendes Wesen zu sein und nicht so furchtbar ernsthaft. Aber mein Drama hat ja ein Happy-End: Ich habe mein geliebtes Minimonster, ich habe den richtigen Mann gefunden. Er ist Deutscher. Voilà. Doch lange Zeit bin ich über falsche Erwartungen gestolpert: Wenn die Männer dich aus dem Kino kennen, ein Bild von dir haben, das nichts mit dir zu tun hat, kann einen das sehr einsam machen.
Was hat Ihnen in solchen Phasen geholfen?
Die Arbeit.
Trotz der Selbstzweifel?
Selbstzweifel sind ja auch ein kreativer Motor. Ich bin nie zufrieden mit mir, ich denke immer, ich habe versagt, also stürze ich mich in die nächste Arbeit, in der Hoffnung, dass sie mir besser glückt. Das Einzige, was hilft, wenn man vom Gespenst des Ungenügens zerfressen wird, ist: ein neues Projekt.
Interview: Petra Hallmayer


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