Wien. In Österreich haben die rechtsradikalen Parteien offenbar einen triumphalen Wahlsieg errungen. Die "Freiheitlichen" (FPÖ) unter Heinz-Christian Strache verbesserten sich einer ersten Hochrechnung nach Schließung der letzten Wahllokale zufolge von 11 auf 17,9 Prozent, das "Bündnis Zukunft Österreichs" (BZÖ) unter Jörg Haider von 4,1 auf 11,9 Prozent. Hält das Ergebnis, dann hätten die beiden persönlich zerstrittenen Parteien Haiders Wahlerfolg von 1999 gemeinsam übertroffen und wären erstmals stärkste Kraft im Land.
Wahlrecht
Österreich wählt nach dem Verhältniswahlrecht. Jeder Wähler hat nur eine Stimme. Anders als in Deutschland steht allerdings die Zahl der Abgeordneten mit 183 von vornherein fest. In den 43 Wahlkreisen werden je zwei bis sechs "Grundmandate" vergeben. Wieviele Stimmen eine Partei für ein Mandat braucht, hängt von der Zahl der abgegebenen Stimmen ab. Die überzähligen Stimmen, die sonst einfach wegfallen würden, werden auf der Ebene der neun Bundesländer zusammengezählt.
Je nach Anzahl der überzähligen Stimmen kommen Kandidaten von den Landeslisten der Parteien zum Zuge. Gibt die Mandatsaufteilung am Ende die bundesweiten Prozentverhältnisse verzerrt wieder, wird sie mit Kandidaten von den Bundeslisten korrigiert.
Ins Parlament kommt eine Partei dann, wenn sie entweder in einem der 43 Wahlkreise ein "Grundmandat" oder aber bundesweit mehr als vier Prozent der Stimmen erreicht hat. mpn
Je nach Anzahl der überzähligen Stimmen kommen Kandidaten von den Landeslisten der Parteien zum Zuge. Gibt die Mandatsaufteilung am Ende die bundesweiten Prozentverhältnisse verzerrt wieder, wird sie mit Kandidaten von den Bundeslisten korrigiert.
Ins Parlament kommt eine Partei dann, wenn sie entweder in einem der 43 Wahlkreise ein "Grundmandat" oder aber bundesweit mehr als vier Prozent der Stimmen erreicht hat. mpn
Die Wahl war nötig geworden, als die ÖVP im Juli dem sozialdemokratischen Koalitionspartner die Zusammenarbeit aufkündigte. Anlass war die Forderung der SPÖ nach einer Volksabstimmung für den Fall, dass Österreich noch einmal einen neuen EU-Vertrag ratifizieren müsste. Die große Koalition unter SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer hatte nur wenig mehr als anderthalb Jahre regiert.



Bookmark
Verlinken














