Mit dem Vertrag von Lissabon bekommt die Europäische Union zwei neue, begehrte Spitzenämter - den des ständigen Ratspräsidenten und den des Chefdiplomaten. Wir stellen die Kandidaten vor.
Herman Van Rompuy

Herman Van Rompuy (62), der konservative belgische Premier gilt als Wunschkandidat von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Er regiert sein Land mit Ruhe und Kompromissbereitschaft. Genau das macht ihn auch für einen EU-Posten interessant. Weiterer Pluspunkt: Er kommt aus einem kleinen Land, das überdies zu den Gründungsmitgliedern der Gemeinschaft zählt. Allerdings ist fraglich, ob das labile Belgien auf Van Rompuy verzichten kann, ohne dass der Staat gleich wieder in die Krise stürzt.
Jean-Claude Juncker

Jean-Claude Juncker (54): Als dienstältester Staats- und Regierungschef der Union sowie als Vorsitzender der Euro-Gruppe ist Luxemburgs Premier eigentlich prädestiniert für den Posten. Der Konservative genießt parteienübergreifend höchstes Ansehen. Er ist vielsprachig und ein erfahrener Vermittler, erst recht in europäischen Dingen. Sein Problem: Er kann nicht gut mit Nicolas Sarkozy. Außerdem zog er den Zorn der Briten auf sich, indem er sich frühzeitig gegen eine Ernennung Tony Blairs zum Ratspräsidenten aussprach.
Lernen Sie auf den nächsten Seiten weitere Kandidaten für die beiden neuen EU-Spitzenämter kennen.

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