Für die deutschen Snowboarder geht es im Olympiawinter um Gold und Geld. "Unsere finanzielle Situation zwischen 2010 und 2014 hängt wesentlich von den Ergebnissen in Vancouver ab", sagte Sportdirektor Timm Stade bei der Einkleidung des Snowboard-Verbands Deutschland (SVD) in München. Auch wenn 95 Tage vor der Eröffnung der Winterspiele in Kanada noch kein Athlet das Ticket sicher in der Tasche hat, ist Stade überzeugt: "Das Olympiateam wird kleiner sein als in Turin, aber auch schlagkräftiger."
Die größten Hoffnungen ruhen auf Amelie Kober. Seit dem Gesamtsieg im Parallel-Riesenslalom im vorigen Winter gehört die Olympiazweite von Turin in ihrer Paradedisziplin zum Kreis der Favoritinnen. Mit einem erneuten Sprung aufs Treppchen würde die bald 22-Jährige vom SC Miesbach ihrer ganzen Sportart helfen. "Für einen kleinen Verband wie uns ist es natürlich besonders wichtig, sich auch mal mit einer Medaille zu präsentieren", sagte Stade.
Doch auch Kober muss nach arbeitsintensivem Sommer mit bestandener Prüfung zur Bundespolizeimeisterin erst die Qualifikationsnorm erfüllen. "Die Hürden sind sehr hoch", warnte Stade. Das Ziel für Vancouver sind acht SVD-Starter. Um gut gerüstet zu sein, haben sich die Sportler mit 42000 Euro an den Kosten für die Saisonvorbereitung beteiligt. Der Gesamtetat des Verbands für den Olympiawinter beträgt bescheidene 1,1 Millionen Euro. (dpa)


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