Calgary. Jenny Wolf ist zum 45. Weltcupsieg ihrer Karriere gesprintet. Am zweiten Tag des Weltcups der Eisschnellläufer in Calgary war die Weltmeisterin aus Berlin in 37,21 Sekunden über 500 Meter so schnell wie noch keine Läuferin zuvor in dieser Saison.
Wolf wies damit die Chinesin Wang Beixing (37,63) und die Südkoreanerin Lee San-Hwa (37,64) deutlich in die Schranken. "Das war ein solider Lauf. Ich habe gezeigt, dass ich die Schnellste bin", meinte die Supersprinterin, die als Grundlage des erneuten Erfolgs die glänzende Angangszeit über die ersten 100 Meter von 10,17 Sekunden nannte.
Ihren eigenen Weltrekord von 37,02 Sekunden verpasste die Hauptstädterin allerdings erneut. Sie hat dieses Vorhaben aber nur um eine Woche aufgeschoben, wenn auf dem gleichfalls schnellen Eis von Salt Lake City der letzte Weltcup vor Olympia ausgetragen wird. "Ich fahre jetzt voller Selbstbewusstsein nach Salt Lake City", verkündete Wolf.
Tags zuvor hatte sie in 37,33 Sekunden in einem ganz engen Rennen ebenfalls ihre chinesische Erzrivalin sowie die Südkoreanerin Lee - beide zeitgleich in 37,34 Sekunden - mit einem Wimpernschlag-Vorsprung auf Platz zwei verwiesen. Insgesamt stehen damit für sie in bislang sechs 500-m-Rennen der Olympia-Saison fünf Siege zu Buche. In der Gesamtwertung baute Wolf mit 580 Punkten ihren Vorsprung vor Wang (500) weiter aus. Heike Hartmann (Inzell) verpasste in 38,93 Sekunden auf Platz 20 erneut die Chance, sich das Olympia-Ticket zu sichern. (dpa)


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