Aus der Finanzkrise und aus der Talfahrt an den Börsen haben die Deutschen offenbar wenig bis nichts gelernt. Würden die Bundesbürger bei den derzeitigen Abi-Prüfungen etwa nach Investmentfonds gefragt - bekanntermaßen ein wichtiger Baustein für die private Altersvorsorge - würden sie glatt durchfallen.
Fast die Hälfte ist einer neuen Umfrage von Axa Investments zufolge als Anfänger einzustufen, 15 Prozent sogar als unwissend. Selbst einfachste Fakten über Investmentfonds sind den Bundesbürgern nicht geläufig: Etwa dass die Fondsanteile täglich ge- und auch verkauft werden können.
Oder dass die Fonds von einer Pleite der Fondsgesellschaft nicht betroffen sind, sondern das Geld als Sondervermögen bei einer separaten Depotbank liegt.

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Die Erkenntnisse der Umfrage sind erschreckend: Zum einen zeigen sie, dass die Bemühungen von Banken und Fondsgesellschaften um mehr Aufklärung entweder zu zaghaft sind oder ins Leere laufen. Zum anderen öffnet die Unwissenheit nicht nur dubiosen Anbietern Tür und Tor, Sparer und Anleger auch in Zukunft über den Tisch zu ziehen. Längst sind die Rattenfänger wieder unterwegs.
Erstaunlich bleibt bei all dem, dass sich selbst heute noch rund die Hälfte der Bundesbürger als Finanzexperten einstufen, gerade mal eine Handvoll weniger als vor der Finanzkrise. Das lässt eher Böses ahnen. Und muss die Finanzaufseher um so mehr auf den Plan rufen.


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