Die Krise hat sie 2008 und 2009 schwer gebeutelt. Jetzt wittern sie Morgenluft. Beteiligungsfirmen, besser bekannt unter der Bezeichnung Private Equity, haben wieder erste große Geschäfte eingetütet und basteln an den nächsten Übernahmen. Sie sammeln Geld bei Anlegern, die mehr sehen wollen als eine durchschnittliche Rendite.
Damit kaufen sie mal gute, mal auch marode Firmen. In der Hoffnung sie zu sanieren oder noch fitter zu machen und schnell mit Profit wieder zu verkaufen. Das ganze packen Private-Equity-Firmen - die KKRs, Blackstones und Co. - meist nur zu einem kleineren Teil mit eigenem Geld an. Den Rest holen sie sich bei Banken, die gekauften Firmen zahlen oft Zins und Tilgung. 500 Milliarden Dollar haben die Fonds in der Kasse, heißt es. Bis Donnerstag diskutieren sie in Berlin auf ihrer Konferenz "Super Return", wie sie das meiste aus diesem Kapital rausholen können.
Klar ist: Die Manager müssen mehr Eigenkapital auf den Tisch legen, die krisengebeutelten Banken sind vorsichtiger geworden. "Club Deals" werden wahrscheinlicher: Private Equity Firmen tun sich zusammen, um ein Geschäft zu stemmen.
Kabel Deutschland und die Siemens Hörgerätesparte gelten als heiße, milliardenschwere Private-Equity-Kandidaten. Ob allerdings kleinere Firmen aus dem Mittelstand, die Kapital und Partner suchen, auf Private Equity schielen, darf bezweifelt werden. Nach mitunter unschönen Erfahrungen ist die Vorsicht groß. Einen "Super Return" dürfte es für die smarten Beteiligungsmanager hier kaum geben.


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