In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, dem Online-Portal für Arbeitssuchende, hat es nach Informationen der Frankfurter Rundschau erneut einen krassen Fall von Datenmissbrauch gegeben. Das bestätigte die Bundesagentur am Montagabend auf Anfrage.
Demnach hat eine Berliner Firma in der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur mehr als 2500 unterschiedliche Stellenangebote geschaltet, um die persönlichen Daten von Bewerbern auf diesem Wege abzugreifen.
Die Angebote täuschten eine Vielzahl unterschiedlicher Jobs vor und richteten sich auch an Akademiker. Zur Online-Bewerbung freigeschaltet waren Angebote von vermeintlichen Facharztstellen über pädagogische Berufe bis hin zu Ingenieuren und Managerposten. "Das ist eindeutig Missbrauch", sagte Anja Huth, Sprecherin der Bundesagentur. "Das verstößt gegen die Nutzungsbedingungen." Bei den tausenden Stellen handele es sich nicht um ein Arbeitsangebot, sondern "eindeutig um den Versuch der Datensammlung". Einen Missbrauch dieser Dimension habe man in der Jobbörse der Bundesagentur noch nie erlebt, so die Sprecherin. "Das ist ein sehr ungewöhnlicher Fall."
Machen sie sich Sorgen um Ihre Daten?
Öffentlich einsehbare Profile im Jobportal der Bundesagentur für Arbeit, gehackte Seiten im Sozialen Netzwerk SchülerVZ oder offengelegte Rechnungen beim Buchhändler libri.de und dem Sparkassen-Shop: Woche für Woche werden neue Online-Datenlecks aufgedeckt. Machen Sie sich Sorgen um ihre Daten im Internet?


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