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14. März 2010
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Finanzkrise
Die Finanzkrise und ihre Folgen
Die Krise ist so gewaltig, dass es kein Vertrauen in Institute freier Marktwirtschaft mehr gibt. Mit den Autohändlern fing es an - jetzt erfasst die Krise alle Branchen. Was tun? Konto auflösen, Aktien oder Rentenfonds kaufen? FR-Antworten auf die drängendsten Fragen.
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Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur kommentieren in der FR die Finanzkrise: Zur Serie Turbokapitalismus


1,4 Billionen Dollar

IWF-Schadensbilanz der Krise fällt höher aus

VON ROLAND BUNZENTHAL

Der IWF rechnet mit einer Ausweitung der weltweiten Verluste durch die Finanzkrise auf 1,4 Billionen Dollar. Im April war der IWF noch von Verlusten von 945 Milliarden Dollar ausgegangen. Zudem warnt der IWF in seiner aktuellen Stabilitäts-Studie davor, dass sich der konjunkturelle Abschwung der Weltwirtschaft verschärft. Die Krise erfordere gut abgestimmte Antworten, um das Vertrauen wieder herzustellen. Den zusätzlichen Kapitalbedarf der großen Banken weltweit beziffert er auf 675 Milliarden Dollar.

Weltbank-Präsident Robert Zoellick hat dazu aufgerufen, der aktuellen Finanzkrise mit einem multilateralen Ansatz zu begegnen. Die G-7 müssten um wichtige Schwellenländer ergänzt werden, denn die Führerschaft der sieben mächtigsten Industrieländer reiche zur Lösung der aktuellen Krise nicht aus, sagte Zoellick im Vorfeld der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (13. bis 15. Oktober).

Die gemeinsamen Verantwortung für die Gesundheit der Weltwirtschaft verpflichte all jene , die einen großen Anteil an der Weltwirtschaft hätten. Verantwortung für sie zu übernehmen, betont Zoellick. Die G-7 allein "funktionierten nicht". Der Weltbank-Chef schlägt vor, die G-7 um China, Russland, Saudi-Arabien, Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika zu erweitern. Zusammen mit den derzeitigen Mitgliedern USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und Kanada - würde diese Gruppe für 70 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung und 60 Prozent der Energieproduktion stehen.

Hauptthemen der WeltbankJahrestagung sind die "Dreifachkrise" der Finanzwirtschaft, der Energie- und der Lebensmittelpreise sowie die Frage der Stimmrechte in der Bank und schließlich die internationalen Anstrengungen in Sachen Klimawandel. Entwicklungsministerin Heidi Wieczorek-Zeul will sich für eine internationale Agrarfazilität stark machen, die Kapital großer Investitions- und Staatsfonds für Agrarprojekte mobilisiert. Zweites Thema, für dass die Ministerin werben wird ist ein Internationaler Steuerkodex zur inländischen Ressourcenmobilisierung in Entwicklungsländern. Steuerflucht sei ein enormes Problem für die Entwicklungsländer.

Der IWF wird bei seiner Tagung die Kreditinstrumente und die damit verbundenen wirtschaftspolitischen Auflagen überprüfen, Möglichkeiten einer stärkeren Überwachung der Finanzströme sowie eine Organisationsreform des IWF selbst diskutieren.

Der Fonds hat Afrika in einer aktuellen Studie mit Asien in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts verglichen: In punkto Entwicklungsgeschwindigkeit und Wachstumspotenzial sehe man große Ähnlichkeiten. Die Position Afrikas auf der weltwirtschaftlichen Landkarte werde sich wegen des enormen Rohstoffreichtums weiter verbessern. Eine Reduzierung der Auslandsverschuldung und wachsendes Vertrauen in weite Teile des Kontinents locke zunehmend Investoren an. Geplant sind in Afrika Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar.
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Dokument erstellt am 07.10.2008 um 17:44:01 Uhr
Letzte Änderung am 07.10.2008 um 19:48:58 Uhr
Erscheinungsdatum 08.10.2008
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