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15. März 2010
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Spezial: CommerzbankDie Commerzbank verschluckt sich an der Dresdner - und der Staat muss zu Hilfe eilen, um den großen Kollaps abzuwenden. Die Folgen: Zum ersten Mal nach dem Krieg ist eine deutsche Privatbank teilstaatlich. Und viele Beschäftigte fürchten um ihre Jobs.
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Was sagen Sie zum Fall Commerzbank?

VON MICHAEL BAYER

Der Staat steigt für viele Milliarden aus Steuermitteln bei der Commerzbank ein - und bezahlt damit die Zeche für Managerfehler in der Finanzkrise und die Übernahme der Dresdner zur Unzeit.

Andererseits: Ohne Fusion wäre vielleicht die Dresdner Bank zum staatlichen Sanierungsfall geworden - und immerhin bekommt mit dem Zusammenschluss das Land eine zweite große Privatbank hinter dem Branchenprimus Deutsche Bank.

Spezial: Commerzbank
Spezial: Commerzbank

Die Commerzbank verschluckt sich an der Dresdner - und der Staat muss zu Hilfe eilen, um den großen Kollaps abzuwenden. Das Spezial.
Wer soll nach dem Einstieg des Bunds bei der neuen Commerzbank das Sagen haben? Immerhin sind auch die gelben Manager zögerlich, wenn es um Kredite für Unternehmen geht. Oder zeigt nicht etwa das Entstehen der Krise in den USA, dass genau diese Vorsicht angebracht ist? Sollte der Staat aber wenigstens bei dem anstehenden Personalabbau Verantwortung zeigen?

Fragen über Fragen. Wie sehen Sie, liebe Online-Leserinnen und Leser, die Dinge? Wir freuen uns auf Ihre Diskussionsbeiträge - gleich hier, unter dem Text.

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Dokument erstellt am 10.01.2009 um 12:47:52 Uhr
Letzte Änderung am 15.04.2009 um 13:59:49 Uhr
Erscheinungsdatum 28.03.2009
Kommentare
1. commerzbk
Die Intervention der Bundesregierung ist richtig, denn ihre Milliarden Bürgschaften verfehlen das Ziel: mehr Unternehmens kredite. Die Regierung gibt sich hier ein Mittel, Firmen-Kredite in Konkurrenz zu den Banken zu vergeben.Die Kritik kommt natürlich von denen, die den Laissez-faire Kapitalismus weiter vertreten. Laissez-faire ist fahrlässig. Marktwirtschaft funktioniert nur, wenn ehrliche Verträge gemacht werden, und dies auch kontrolliert wird (denn Selbstkontrolle funktioniert nicht). Wie alle Nachrichten zur Finanzkrise enthält auch dieser nur Teilinformation: z.B.wie hoch sind die Schulden der C-bank, wie hoch die der Dresdner, wie sieht der Sanierungsplan aus, wann plant die C-Bank, die Gewinnzone zu erreichen, wieviel Unternehmenskredite vergibt sie, Erhalt v Arbeitsplatz



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2. Keine Beteiligung: Verantwortung ist offensichtlich
Die Staatsbeteiligung an der Commerzbank darf nicht erfolgen!
Bis dato gehört die Dreba der Allianz, deren risikofreudiges, fehlerhaftes und erfolgloses Management bei der Dresdner nicht ungestraft bleiben darf (übrigens: Privatversagen!, davon liest man wenig).
An diesem Fall wird die Orientierungslosigkeit der politischen Akteure deutlich. Das Debakel der Landesbanken ist die eine Sache (Politikerversagen), aber das Heraushauen privater Eigner aus zu wesentlichen Teilen selbstverschuldetem Chaos bleibt unverantwortlich!
Das für mich Bitterste an der Sache: die Verlierer des kollektiven Versagens -oder Tricksens- stehen weiterhin fest und verstehen es bisher zumindest nicht, ihre Betroffenheit in wirksames Wahlverhalten umzusetzen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.



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3. Commerzbank
18 Milliarden - für eine Bank, die 4 Milliarden wert ist - um dann einen Anteil von 25% zu halten! Wer so "rechnet" ist bereits ruiniert. Wenn das das Modell der Bundesregierung für "Finanzhilfen auch an die Wirtschaft" ist, dann zahlen unsere Kinder und Kindeskinder allein diesen Schwachsinn noch in hundert Jahren ab.
Man sollte dies Gesindel in Berlin zur Rechenschaft ziehen! Sofort - ehe es endgültig zu spät ist! Es ist unser Geld, das da in unverantwortlichster Weise von Dilletanten verbraten wird.



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4. Alle eine Frage der Moral
Es ist schon erstaunlich: Erst schreien diese Unternehmen nach Deregulierung und versuchen, möglichst jeden erwirtschafteten Cent am Staat vorbei zu schaffen. Wenn sie sich aber verzockt haben, schreien sie nach dem Staat und nehmen gerne seine Hilfe an. Sicherlich hat der Löwenanteil an diesem Desaster die Dresdner. Warum nimmt man dann nicht die Allianz in die Pflicht, erst einmal den Laden mit dem nötigen Kapital auszustatten bevor man ihn fusioniert. Alles läuft frei nach dem Motto: Gewinne privatisieren - Verluste verstaatlichen. Wenn das unsere neue Marktwirtschaft ist, dann kann der Steuerzahler nur "Danke, nein" sagen. Übrigens: Ich bin Banker ... in der momentanen Zeit muss man sich dafür entschuldigen.



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5. An Hessen4
...zum Erhalt der Arbeitsplätze gibt es seit September eine klare Ansage der Commerzbank: Die Fusion mit der Dresdner Bank kostet 9000 Jobs. Wenn es nicht krisenbedingt noch viel schlimmer kommt. Genau deshalb darf der Staat den Zusammenschluss nicht auch noch mit Steuergeld subventionieren! Besser, die Dresdner wäre an eine spanische oder französische Bank verkauft worden, denn diese hätte die Mitarbeiter gebraucht!



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