Hamburg. In Deutschland sterben immer mehr Menschen an Leberkrebs. "Die Todesfälle aufgrund von Leberkrebs haben sich seit den 70er Jahren mehr als verdoppelt", sagte Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung in Hamburg. Etwa 80.000 Menschen starben demnach allein im Jahr 2000 an dieser Krebsform.
Oftmals sei eine zu spät erkannte und behandelte Lebererkrankung wie eine Hepatitisinfektion Auslöser für den Krebs. Die anderen Hauptrisikofaktoren seien Übergewicht und Alkohol, sagte Manns.
Lebererkrankungen im Allgemeinen werden demnach meist zu spät entdeckt, weil die Leber kein Schmerzempfinden hat und die Symptome oftmals unspezifisch sind. Akute Leberentzündungen würden so schleichend chronisch.
In einer Studie der Universität Greifswald wiesen 25 Prozent der mehr als 4.000 Teilnehmer erhöhte Leberwerte auf. "Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland haben damit mehrere Millionen Menschen Zeichen einer Leberentzündung", sagte Manns.
Diese könne schwere gesundheitliche Folgeschäden bis hin zum Leberkrebs nach sich ziehen. Die Früherkennung von Leberkrankheiten müsse daher entscheidend verbessert werden. (ap)

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