stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Wissen & Bildung
14. März 2010
Anzeigenmarkt | Zeitungsanzeige aufgeben | Abo-Angebote

In- & Ausland
Frankfurt & Hessen
Marktplatz
Verlagsservice
ANZEIGE
Die FR auch bei
Wissen & Bildung

18 Termine pro Jahr

Beim Arztbesuch sind Deutsche Spitze

VON MICHAEL BERGIUS

Ungeachtet verbreiteter Klagen über das Gesundheitssytem gehen die Deutschen besonders häufig zum Arzt. Zwischen 2004 und 2007 habe die Zahl der Praxisbesuche um mehr als acht Prozent zugenommen, heißt es einer neuen Studie der Gmünder Ersatzkasse . Der repräsentativen Erhebung zufolge gab es im Jahr 2007 durchschnittlich fast 18 Arzt-Termine pro Person. Damit belege Deutschland international einen Spitzenplatz, sagte Kassenchef Rolf-Ulrich Schlenker am Donnerstag in Berlin.

Wie sind jene Zahlen, die Aufenthalte beim Zahnarzt oder in Klinikambulanzen nicht abdecken, zu bewerten? Einerseits als Beleg für eine hohe Versorgungsdichte; andererseits stellt Schlenker sich die Frage, ob ein reger Praxisbetrieb stets einhergehe mit "viel Beratung und guter Qualität". Bei etwa 137 000 niedergelassenen Ärzten in Deutschland und durchschnittlich 5,2 Millionen Terminen pro Werktag müsse jeder Mediziner täglich rund 38 Patienten behandeln.

Die Bundesbürger gehen nicht nur oft in die Praxis, sie wechseln sie auch häufig. Gut die Hälfte aller Patienten (rund 40 Millionen) nahmen im Jahr 2007 die Leistungen von vier oder mehr (Fach-) Ärzten in Anspruch. Mit Abstand führend sind (mit rund zwei Dritteln der Besuche) die Allgemeinmediziner, es folgen Internisten, Gynäkologen und Orthopäden. Generell die meisten Arztkontakte haben Kinder und Senioren; Frauen lassen sich häufiger in der Praxis behandeln als Männer, letztere sind im Alter zwischen 20 und 25 regelrechte Arztmuffel.

Montags suchen durchschnittlich acht Prozent der Deutschen eine Praxis auf - doppelt so viel wie an sonstigen Tagen. Zu Wochenbeginn werden auch mit Abstand die meisten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigigungen ausgestellt - ein Drittel aller Krankschreibungen.

Vager Begriff Depression


Ausführlich beschäftigt sich die Studie mit dem durch den Gesundheitsfonds novellierten "Morbiditäts-Risiko-Strukturausgleich". Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich ein milliardenschweres Umverteilungssystem zwischen den Krankenkassen. Es soll sicher stellen, dass einzelne Kassen künftig aus dem Fonds zielgenauer als bisher Zahlungen für bestimmte, besonders schwere und kostenintensive Erkrankungen ihrer Mitglieder erhalten. Zu diesen Leiden, für die sehr hohe Zuschläge gezahlt werden, gehören Depressionen. Immerhin 5,8 Prozent aller rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten litten im Jahr 2006 unter solchen Krankheiten.

Hier seien schärfere Abrenzungen nötig, mahnte Schlenker die Ärzte; sonst bestehe das Risiko, dass "relativ gesunde" Menschen leichtfertig als chronisch Kranke eingestuft würden.


Empfehlen via:    Twitter    Facebook    StudiVZ    MySpace
[ document info ]
Copyright © FR-online.de 2010
Dokument erstellt am 15.01.2009 um 17:20:02 Uhr
Letzte Änderung am 15.01.2009 um 18:22:15 Uhr
Erscheinungsdatum 16.01.2009
FR-online.de interaktiv
Literatur.Magazin
Literatur.Magazin

Die Kunst des Vorlesens, Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt und der Vormarsch der E-Books

Pfeil-SymbolLiteratur.Magazin
Integration


Die Frankfurter Rundschau und die Stadt Frankfurt fragen: Wie stellen Sie sich Integration optimal vor?

Pfeil-SymbolDossier: Integration
Bologna-Reform


Bildungspolitik in der Kritik, massive Studentenproteste, Bologna brennt: Wo die Probleme der Studienreform liegen.

FR-Spezial: BolognaZum FR-Spezial
FR Spezial: Klima
Zum FR Spezial: Klima

Der Klimawandel - Ursachen und Folgen: Erderwärmung, Treibhauseffekt, Ozonloch führen zu Katastrophen

FR Spezial: KlimaZum FR Spezial: Klima
Dossier: Schweinegrippe


Pandemie Schweinegrippe: Was sind die Symptome?
Ist die Impfung sinnvoll?

Pfeil-SymbolDossier: Schweinegrippe
40 Jahre Mondlandung
FR Spezial: Mondlandung

Vor vierzig Jahren brachen mutige Männer auf, um einen Menschheitstraum zu erfüllen - die Landung auf dem Mond

Pfeil-SymbolSpezial: Mondlandung
FR Dossier
Deutschlandwetter
Stadtgeschichte
Stadtgeschichte: Frankfurt Story

FR Weinbar
Zum FR-Weinshop

In der FR Weinbar finden Sie eine exzellente Auswahl von über tausend Weinen, die von erfahrenen Sommeliers für Sie ausgesucht und verkostet wurden.

FR WeinbarZur FR Weinbar
Zeitgeschichte


Studentenproteste, Rassen- unruhen, Vietnamkrieg und die Anfänge der RAF

Pfeil-Symbol1968 - Wie es wirklich war
FR Leserreisen Katalog




Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau
Startseite | Anzeigenmarkt | Hilfe | Politik | Wirtschaft | Frankfurt | Hessen
Sport | Fotostrecken | Kultur | Medien | Blogs | Auto
Reise | Videos | Spiele | Stellenmarkt | Kfz-Markt | Immobilien
Datenschutzerklärung | Abo-Service | Mediadaten | Kontakt | Impressum | Sitemap
realisiert von evolver media®