Hamburgs umstrittene Uni-Präsidentin, Monika Auweter-Kurtz, hat nun auch den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Ruben Herzberg, verärgert. Er sei "hochgradig bestürzt", sagte Herzberg zur FR. Auweter-Kurtz lehne es ab, ein von der Uni gemietetes, 1935 "arisiertes" Gebäude für ein jüdisches Museum in der Hansestadt freizugeben.
Im Gegenteil wolle sie den laufenden Mietvertrag Ende dieses Monats vorzeitig um weitere zehn Jahre verlängern. Das bestätigte der heutige Eigentümer, die GEW Hamburg, der FR.
Im erst jetzt bekannt gewordenen Ablehnungsbescheid an die Jüdische Gemeinde machte die Präsidentin bereits im Dezember geltend, "zwingend eine funktionsfähige Bauverwaltung in Campusnähe zu brauchen". Weiter: "Die Verantwortung den Studierenden gegenüber (die sich zum Teil die Studiengebühren vom Mund absparen müssen) erlaubt es gegenwärtig nicht, auf angemietete Flächen zu verzichten." Lehrende und Lernende reagierten entsetzt über die Stillosigkeit.
Auweter-Kurtz steht innerhalb der Universität mit dem Rücken zur Wand: Vier der sechs Dekane forderten sie unter anderem wegen ihres rabiaten Führungsstils zum Rücktritt auf.
Lesen Sie auf der nächsten Seite den Brief der Jüdischen Gemeinde Hamburg an Monika Auweter-Kurtz


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