Kinder lernen schon sehr früh aus Werbebotschaften, welche Produkte man "braucht", um sozial eine bestimmte Rolle ausfüllen zu können. Diese Erkenntnisse verfestigen sich dann ab etwa dem 13. Lebensjahr, so dass sich Vorurteile ausbilden können, die später ins Erwachsenenleben transportiert werden. Dies hat ein US-Forscherinnenteam aufgrund von Beobachtungen von Kindern mehrerer Klassenstufen herausgefunden (Journal of Consumer Research).
"Ob es nun gut oder schlecht ist, wir Erwachsenen haben alle ähnliche Stereotype über Menschen gebildet - anhand der Dinge, die sie besitzen", schreiben Lan Nguyen Chaplin von der University of Arizona und Tina M. Lowrey von der University of Texas. Die Forscherinnen untersuchten das Verständnis von Werbebotschaften bei Fünfjährigen, bei Grundschulkindern und bei Siebtklässlern.
Schon mit fünf Jahren, so fanden die Forscherinnen heraus, verstehen Kinder Konsumkonstellationen - etwa, dass ein Mann in einem gut sitzenden Anzug, der mit einem Smartphone einer Limousine entsteigt, ein reicher Mann sein muss. In der dritten bis fünften Klasse belegen die Kinder die Statussymbole mit Produktnamen. Ab dem 13. Lebensjahr nutzen die Jugendlichen noch mehr Produktnamen, um soziale Rollen zu kennzeichnen.

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