Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 hat sich in seinem ersten Monat auf dem Markt besser geschlagen als der Vorgänger Windows 7. Das sagte die zuständige Microsoft-Managerin Tami Reller am Dienstag auf einer Investorenkonferenz von Credit Suisse. Der Konzern verkaufte nach ihren Angaben rund 40 Millionen Lizenzen seit Verkaufsbeginn am 26. Oktober. In die Zahl fließen sowohl Verkäufe neuer Windows-PC ein als auch Upgrades vorhandener Systeme. Zum Start drückt Microsoft seine wichtige Software zu Kampfpreisen in den Markt: Ein Upgrade kostet derzeit in Deutschland knapp 30 Euro.
Mit Windows 8 will Microsoft seine Vormachtstellung bei den PC-Betriebssystemen in die Ära von Tablet-Computern und Smartphones hinüberretten. Apple mit iPad und iPhone und Google mit seinem mobilen Betriebssystem Android geben hier den Ton an. Windows 7 war vor drei Jahren gestartet und hatte einen enormen Erfolg gehabt, weil der direkte Vorgänger Vista nur wenige Fans gefunden hatte und viele Rechner noch mit dem alten Windows XP liefen. Wie viele Lizenzen Microsoft damals im ersten Monat loswurde, sagte Reller nicht.
Mit Promi-Unterstützung von Schauspielerin Jessica Alba hat Microsoft sein mobiles Betriebssystem Windows Phone 8 vorgestellt. „Heute nehmen wir Telefone in unsere Windows-Familie auf“, sagte Konzernchef Steve Ballmer bei der Präsentation in San Francisco. Gemeinsam mit Alba zeigte er dem Publikum auch eine Serie neuer Handys von Nokia, Samsung und HTC, die mit dem neuen Betriebssystem laufen.
Foto: dpaDie Zahl der verkauften Lizenzen ist nicht mit der Zahl von Benutzern gleichzusetzen, die Windows 8 auf ihrem Computer installiert haben. Der Löwenanteil geht an PC-Hersteller, die das Betriebssystem auf ihren Geräten aufspielen, bevor sie an Firmen oder Einzelhändler verkauft werden. Schätzungen zufolge läuft Windows 8 gegenwärtig auf etwa einem Prozent der weltweit 1,5 Milliarden PCs. Das wären 15 Millionen Computer. (dpa/ rtr)
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